Impuls für eine moderne arbeitsmarktpolitische Beratung

Leitbild „Gute Transferberatung”

(Heft 2/2018)
Die Anforderungen an die arbeitsmarktliche Beratung von Personen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben und in Transfergesellschaften übergehen, sind komplex. Es mangelt an brauchbaren Leitbildern, die ein bedarfsorientiertes Beratungsverständnis und adäquate Grundprinzipien vorgeben, Orientierung stiften sowie zur Motivation und Professionalisierung der Transferberatung beitragen. Um diese Lücke zu schließen, wurde im Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft das Leitbild „Gute Transferberatung” entwickelt.

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Interview mit Prof. Dr. Klaus Dörre, Universität Jena

„Löhne zum Leben” müssten auch das Grundrecht auf Bildung und Kultur, das Recht auf Mobilität einschließen

(Heft 2/2018)
Seit Jahren liegt der Anteil der Erwerbstätigen in Deutschland, die dem Niedriglohnsektor zuzuordnen sind, bei 22 % bis 24 %. Dabei liegt die Niedriglohnschwelle nach Definition der OECD bei zwei Dritteln des mittleren Einkommens (Median). Nach Berechnungen des Institutes für Arbeit und Qualifikation der Universität Duis­burg-Essen (IAQ) liegt sie aktuell bei 10,23 € und ist damit weit vom gesetzlichen Mindestlohn entfernt.

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Interview mit Prof. Dr. Thorsten Schulten, WSI der Hans-Böckler-Stiftung

„Wir brauchen eine breite öffentliche Debatte über einen angemessenen Mindestlohn”

(Heft 2/2018)
Der deutschen Wirtschaft geht es gut. Sie befindet sich in stetigem Aufschwung und die Beschäftigung liegt auf Rekordniveau. Grund genug für die Gewerkschaften, eine deutliche Steigerung des Mindestlohns im kommenden Jahr einzufordern. Denn von der guten Konjunktur profitieren viele nicht: Menschen im Niedriglohnsektor können mit dem aktuellen Mindestlohn kaum ihren Lebensunterhalt bestreiten. Das gilt vor allem für diejenigen, die in Großstädten leben, wo der Wohnraum zunehmend teurer wird, ein Problem, das auch in Ländern wie Großbritannien oder den USA besteht. Die Reaktion: Sogenannte Living-Wage-Initiativen, die sich für einen Existenz sichernden Lohn, einen Living Wage, einsetzen. Was die Einführung des Mindestlohns in Deutschland bislang bewirkte, wie hoch er sein müsste, um einen angemessenen Lebensstandard zu ermöglichen, und ob die Idee eines Existenz sichernden Lohnes auch auf Deutschland übertragbar ist, darüber sprachen wir mit dem Leiter des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung, Prof. Dr. Thorsten Schulten.

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Interview mit Graham Griffiths, Head of Partnerships and Operations der Living Wage Foundation

Die Living Wage Foundation – eine der etabliertesten Kampagnen im Vereinigten Königreich

(Heft 2/2018)
In vielen Ländern reicht der Mindestlohn kaum aus, um ohne staatliche Leistungen seinen Lebensunterhalt zu sichern. Sogenannte Living-Wage-Initiativen haben deshalb weltweit Konjunktur. Sie machen darauf aufmerksam, dass viele Mindestlöhne nicht zu einem Existenz sichernden Leben ausreichen, und fordern eine faire Bezahlung auf Grundlage der tatsächlichen Lebenshaltungskosten. Sie kritisieren, dass der Mindestlohn nicht danach berechnet wird, was Arbeitnehmer und ihre Familien zum Leben benötigen.

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Mindestlohn, Niedriglöhne, Living Wages

Löhne zum Leben

(Heft 2/2018)
Ende Juni wird die Mindestlohnkommission ihre Empfehlung zur Erhöhung des Mindestlohns am 01.01.2019 veröffentlichen. Im Vorfeld gibt es zahlreiche Stimmen vor allem aus dem gewerkschaftlichen Lager, die angesichts der guten wirtschaftlichen Situation eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns fordern. Das Spektrum reicht je nach politischer Couleur von „mindestens 10 €“ bis 13,50 €. Allerdings ist auch klar, dass angesichts der Vorgaben des Mindestlohngesetzes, die Mindestlohnerhöhung solle sich nachlaufend an der Tarifentwicklung orientieren, nicht mit einer drastischen Erhöhung zu rechnen ist. Hinzu kommt, dass die Mindestlohnkommission in ihrer Geschäftsordnung festgelegt hat, dass ein Abweichen von der Maßgabe des Tarifindex nur möglich ist, wenn sich zwei Drittel der Kommissionsmitglieder dafür aussprechen. Damit ist angesichts der paritätisch von Arbeitgebern und Gewerkschaften zusammengesetzten Kommission nun wirklich nicht zu rechnen.

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Firmen nutzen Workshop-Reihe, um Mitarbeitende zu Digitalisierungsexperten zu machen

Mit „Scouts“ im digitalen Dickicht zurechtfinden

(Heft 2/2018)
Kleine und mittelständische Firmen haben oft keine klare Vorstellung, was die Digitalisierung der Arbeitswelt für sie bedeutet, welche Schritte auf dem Weg zur „Arbeit 4.0“ nötig und sinnvoll sind. Damit Unternehmen sich im digitalen Dickicht besser orientieren und erste Projekte anstoßen, sollen sie sich von „Digital Scouts“ frühzeitig und umfassend leiten lassen – so die Empfehlung der Arbeitsmarktregion Siegen-Wittgenstein und Olpe. Solche „Pfadfinder“ für die eigene Firma zu entwickeln und auszubilden, ist das Ziel einer laufenden Workshop-Reihe.

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Fachkräfteprojekt „Personalmanagement in KMU der nordrhein-westfälischen Lebensmittelwirtschaft (PerLe)“ am Beispiel der Lamm GmbH, Bielefeld

Wertvolle Impulse für das Personalmanagement in Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft

(Heft 2/2018)
Das vom Land Nordrhein-Westfalen und durch den Europäischen Sozialfonds geförderte Modellprojekt „PerLe – Personalmanagement in der mittelständischen Lebensmittelwirtschaft NRW“ hat das Ziel, gemeinsam mit zwölf Partner-Unternehmen praxisgerechte Konzepte und Maßnahmen zur Fachkräftesicherung und -rekrutierung in der Lebensmittelwirtschaft zu entwickeln. Ein wichtiges Thema dabei ist die Verbesserung der Personalmanagementsituation in den Betrieben. Die Koordination und fachliche Begleitung des Projektes liegen bei dem Food-Processing Initiative e. V. (FPI) und der innowise GmbH.

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Interview mit Prof. Dr. Stefan Sell, Hochschule Koblenz

Den katastrophischen Diskurs in den Medien drehen, ohne die Missstände in der Pflege zu verschweigen

(Heft 2/2018)
Ein Gespräch mit Prof. Dr. Stefan Sell, Direktor des Instituts für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung an der Hochschule Koblenz, zur Arbeitssituation und zum Fachkräftemangel in der Pflegebranche

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Interview mit Gerhard Herrmann, MAGS NRW

Reform der Pflegeberufe: Stärkere Stellung durch Generalistik?

(Heft 2/2018)
Mit dem Pflegeberufegesetz werden ab 2020 die Ausbildungen für die Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einem gemeinsamen Pflegeberuf zusammengeführt. Ist der generalistische Ansatz der richtige Weg, um die Ausbildung zur Pflegefachkraft zu modernisieren und den Beruf aufzuwerten? Gerhard Herrmann, Leiter der Abteilung Pflege, Alter, demografische Entwicklung im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen, spricht in unserem Interview über Chancen und Schwierigkeiten der Reform und die Rolle des Landes Nordrhein-Westfalen.

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Digitalisierung in der Pflege

Fantasievolle Szenarien und Pflegealltag

(Heft 2/2018)
Informations- und Kommunikationstechnologien für die Pflege sind laut einer aktuellen Studie ein „zentrales Entwicklungsthema“ für die Akteurinnen und Akteure der Branche. In Nordrhein-Westfalen ist das Thema „Digitalisierung in der Pflege“ Teil der Landesinitiative eGesundheit.nrw wie auch der Fachkräfteinitiative NRW. Klar ist: „Die Beziehungsarbeit in der Pflege, die den Menschen ganzheitlich im Blick hat, kann kein Roboter der Welt übernehmen.“

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Eine Werbekampagne von zehn Altenpflegeeinrichtungsträgern zeigt, dass gute Arbeit und gute Pflege bei ihnen zusammengehen

Im Alltäglichen liegt das Besondere

(Heft 2/2018)
Alle Unkenrufen zum Trotz – es gibt sie: gute Arbeitsbedingungen in der Pflege und Pflegepersonal, das stolz ist, diesen Beruf gewählt zu haben. Das Projekt „Gute Arbeit – Gute Pflege: Attraktivitätssteigerung und Produzentenstolz in der Altenpflege“ der NRW-Fachkräfteinitiative wirbt mit diesem Aspekt für einen Beruf in der Altenpflege. Es lief zwei Jahre bis in den März dieses Jahres. Projektpartner waren zehn Träger und Dienste der Pflegebranche aus Bottrop, Gelsenkirchen, Essen und Recklinghausen sowie die Agenturen für Arbeit der Städte und die Wirtschaftsförderungen. Moderiert und koordiniert wurde die vom Land NRW und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Initiative von der Gelsenkirchener Konkret Consult Ruhr GmbH (KCR).

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Ein Blick auf Flüchtlings-Projekte im Pflegebereich in NRW

Geflüchtete für Pflegeberufe qualifizieren

(Heft 2/2018)
Das hört sich erst einmal gut an: Zwei gesellschaftlich relevante Herausforderungen mit einem Streich bewältigen; etwas gegen den Fachkräftemangel in der Pflege tun und dabei gleichzeitig geflüchtete Menschen nachhaltig beruflich und damit auch gesellschaftlich integrieren. – Doch ganz so einfach ist das nicht. Es gibt viele Hürden für alle Beteiligten und es dauert, bis ein Geflüchteter ohne Vorbildung in einem Pflegeberuf angekommen ist. Dennoch stellt sich in NRW eine ganze Reihe von Projekten dieser Herausforderung. Zwei vom Land NRW geförderte Projekte haben wir uns näher angesehen: „Care for integration“ und „welcome@healthcare“.

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Großprojekt ZASA stärkt Praxis-Anleitende in Zeiten des Umbruchs

Mehr Fürsorge für Hunderte Ausbilder in der Altenpflege

(Heft 2/2018)
Kaum ein Bereich des Arbeitsmarkts ist so stark in Bewegung wie der Pflegesektor. Besonders die Situation in der Altenpflege gleicht einem überbuchten Zug, der an den Unterwegsbahnhöfen eiligst zusätzliche Wagen und Servicekräfte erhalten muss, weil immer mehr Fahrgäste zusteigen wollen. Um dieser Dynamik Herr zu werden, haben sich in der Region Aachen/Heinsberg mehrere Hundert Fachkräfte und Auszubildende in dem Verbundprojekt ZASA auf den Weg gemacht.

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Fachkräftemangel in der Pflege

Arbeitsmarkt Pflege

(Heft 2/2018)
Der Fachkräftemangel in der Pflege ist massiv. Angesichts der demografischen Entwicklung mit der voraussichtlichen Zunahme pflegebedürftiger älterer Menschen dürfte sich das Problem noch verschärfen. Die Politik reagiert. Noch offen ist die Frage, ob die geplanten Veränderungen etwa bei den Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte oder in der Ausbildung von Nachwuchskräften für die Branche genügen. Insgesamt bietet der Pflegesektor schon heute zukunftssichere Arbeitsplätze und aufgrund des Fachkräftemangels zugleich ausgezeichnete Chancen für die Qualifizierung und Integration spezieller Zielgruppen des Arbeitsmarkts wie etwa arbeitslose und geflüchtete Menschen.

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Heft 3/2011 Es tut sich was