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(Heft 2/2022)
Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!

Über die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg ist ein anderes Ereignis von historischen Ausmaßen kurzzeitig fast aus dem Blick geraten: der Klimawandel. Er ist nur scheinbar noch nicht so nah wie die beiden anderen Zäsuren, mit denen wir völlig unerwartet konfrontiert worden sind. Doch die neue Bundesregierung hat reagiert und in ihrem Koalitionsvertrag das Ziel formuliert, die soziale in eine sozialökologische Marktwirtschaft, in eine Green Economy zu verwandeln. Und neue klimapolitische Weichenstellungen werden auch von der neuen Landesregierung in NRW erwartet. Doch wie lässt sich eine solche Transformation politisch organisieren? Und welche Rolle spielt dabei die soziale Frage? Das sind Herausforderungen, die Gegenstand dieses G.I.B.INFO sind.

Klar ist bei dem Thema, wie eng Ökonomie und Ökologie verbunden sind. Ebenso offenkundig ist, dass die besagte Transformation Auswirkungen auf die Arbeitswelt haben wird. Aber: „Viele Betriebe spüren noch keinen konkreten Handlungsdruck, die Transformation anzugehen“, so Dr. Wiebke Lang, Referatsleiterin Digitalisierung der Arbeitswelt, Strukturwandel, Beschäftigte in der sozialökologischen Marktwirtschaft im Arbeitsministerium NRW. Und da sich die gegenwärtigen Herausforderungen vom Strukturwandel unterscheiden, wie wir ihn gerade aus dem Ruhrgebiet gut kennen, entwirft der Arbeitsmarktforscher Prof. Matthias Knuth im Interview eine Idee von einer „transformatorischen Arbeitsmarktpolitik“, die solch grundlegenden Veränderungen flankieren muss. „Umwelt, Wirtschaft, Arbeit zusammendenken“, fordert Dr. Thomas Markus, Referatsleiter im Umweltministerium NRW, im Gespräch mit der G.I.B. und Carsten Harder, Hauptgeschäftsführer der HWK Dortmund, ruft im Gespräch mit uns die engagierten jungen Menschen der Fridays-for-Future-Bewegung dazu auf, eine Ausbildung im Handwerk zu beginnen. Und was auf dem Weg in eine Green Economy schon heute in NRW und vor allem im Rheinischen Revier in Bewegung ist, erfahren Sie aus unserem Interview mit Alexandra Landsberg, Leiterin der Stabsstelle für den Strukturwandel im Rheinischen Revier im NRW-Wirtschaftsministerium. Sie sieht das Rheinische Revier gar als „Reallabor zur Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft“.

 
Abschließend noch etwas in eigener Sache. Die G.I.B. führt regelmäßig Befragungen ihrer Kund*innen im Rahmen der sogenannten Wirkungsmessung durch. Mit diesem Instrument ermitteln wir die Bewertung unserer Dienstleistungsqualität sowie die subjektive Wirkung auf die Arbeit unserer Kund*innen. Zuletzt, im Jahr 2021, wurden auch Sie als Abonnent*in des G.I.B.INFO befragt. Bei denen, die sich hieran beteiligt haben, möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken! Denn Ihre Rückmeldungen zu Inhalt und Darstellung geben uns wichtige Hinweise für die Weiterentwicklung des Magazins. Ihre Anregungen und Nachfragen hierzu nimmt die Redaktion stets gern entgegen.
 
Karl-Heinz Hagedorn
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