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(Heft 1/2021)
Ein Erfolgsprojekt des Jobcenters Holzminden

Langzeitarbeitslosigkeit: Gesundheitsförderung ist ein entscheidender Faktor bei der Integration in Arbeit

Manchmal lohnt ein Blick über die Landesgrenze hinaus: In Niedersachsen geht das Jobcenter Holzminden einen neuen Weg, um Leistungsbeziehende mit Einschränkungen, insbesondere gesundheitlichen, ganzheitlich zu unterstützen. Kundinnen und Kunden erhalten in Zusammenarbeit mit der DIA GmbH, einem ortsansässigen Träger, im Rahmen der Maßnahme „Integrationsassessment und Aktivierungscoaching“ ein auf ihre Lebenssituation abgestimmtes Coaching. Das Besondere: Dieses Coaching findet fernab vom Jobcenter- oder Träger-Ambiente in einem angemieteten Ladenlokal mitten in der Innenstadt von Holzminden statt.

Das mit dem Blick über die Landesgrenze kann man in diesem Fall durchaus wörtlich nehmen: Im äußersten Osten Nord­rhein-Westfalens reicht ein Blick über die Weser, die dort die Landesgrenze zu Niedersachsen darstellt. Direkt am östlichen Ufer liegt Holzminden. Die Region ist sehr ländlich geprägt, das Jobcenter Holzminden gehört mit rund 80 Vollzeitkräften zu den kleineren Jobcentern. Michael Schmitz leitet dort das „Aktiv- und Vermittlungs-Team“, das sich fast ausschließlich mit Projekten befasst. Er ist erst seit 2019 in Holzminden tätig, vorher arbeitete er im Jobcenter Rhein Berg im nord­rhein-westfälischen Bergisch-Gladbach. Von dort hat er das Thema Gesundheit mitgebracht. „Das Thema Gesundheit ist mein Thema schon seit 2011. 50+, ESF-LZA, Netzwerk ABC, Werkakademien – im Rahmen aller Programme, die über die Jahre kamen, haben wir Projekte aufgesetzt, meistens mit dem Schwerpunktthema Gesundheit.“

Als Michael Schmitz sich im September 2019 genauer in die Holzmindener Arbeitsmarktdaten einarbeitete, stellte er fest, dass das Thema Gesundheit auch in Holzminden im Langzeitleistungsbezug eine große Rolle spielt. Gleichzeitig musste er feststellen, dass die ärztliche Versorgung in der ländlichen Region um Holzminden für seine Kundinnen und Kunden nicht optimal ist. „Eine fachärztliche Anbindung ist fast gar nicht existent. Dazu ist der öffentliche Nahverkehr sehr lückenhaft, wodurch Menschen, die nicht mit eigenem Fahrzeug mobil sind, große Probleme haben, eine gute Gesundheitsvorsorge sicherzustellen.“

Michael Schmitz und sein Team machten sich also an die Arbeit. Es entstand die Idee eines Integrationsassessments – so weit nichts Neues – aber in diesem Fall mit einem neuen Zugang für die Kundinnen und Kunden. „Das Problem bei Menschen im Langzeitleistungsbezug mit gleichzeitigen gesundheitlichen Problemen ist immer wieder, sie für eine Maßnahme zu begeistern. Deshalb wollten wir kein klassisches Maßnahmendesign mit Unterrichtsräumen, sondern mehr oder weniger eine Begegnungsstätte“, erklärt Michael Schmitz. Ein geeigneter Träger fand sich in der ortsansässigen DIA GmbH, die sich mit dem Thema Gesundheit im SGB II und SGB III seit etwa zehn Jahren beschäftigt und Michael Schmitz schon von seiner Arbeit in Nordrhein-Westfalen her bekannt war. Die DIA führt im Auftrag der Jobcenter und Agenturen für Arbeit Gesundheitsmaßnahmen an verschiedenen Standorten durch.

Art der Location als Erfolgsfaktor
 

Für die Räumlichkeiten, in denen das Projekt umgesetzt werden sollte, waren bestimmte Vorgaben definiert: Sie sollten gut erreichbar sein und in einem ansprechenden Umfeld liegen, die nähere Umgebung sollte ein Angebot an Versorgungseinrichtungen wie einen Bäcker, einen Imbiss und so weiter bieten. Fündig wurde die DIA GmbH in der Holzmindener Fußgängerzone in Form eines aufgegebenen Schuhgeschäfts – ein Fachwerkhaus mit großen Schaufenstern und ausladender ehemaliger Verkaufsfläche. Beim notwendigen Innenausbau wurde darauf geachtet, dass die Räume einen Wohlfühlcharakter erhielten. „Dieser Raumcharakter, Wandfarben et cetera spielen zum Beispiel bei Gesprächen, in denen es um Themen geht, die einen belas­ten, eine große Rolle“, sagt Andreas Heck, Geschäftsführer der DIA. „Man braucht dafür einerseits Büros, bei denen man die Tür für ein Gespräch unter vier Augen zumachen, aber auch Ecken, in denen man sich vielleicht zu viert unterhalten kann.“ Insgesamt entstanden in dem Ladenlokal sechs Coaching-Räume, ein speziell für den medizinischen Coach ausgestatteter Raum, ein Gruppenraum und ein Büro für die Administration.

Von außen ist der Auftritt des Ladenlokals bewusst zurückgenommen. Es ist nicht ohne Weiteres zu erkennen, um was es sich genau handelt. Am ehesten könnte man an eine Galerie denken, weil man viele großformatige Bilder sieht. „Wir wollen ja nicht als Hartz-IV-Laden stigmatisiert werden – das wäre ja auch für die Teilnehmenden nicht schön“, sagt Andreas Heck. „Die Barriere, einmal reinzuschnuppern, ist sehr niedrig. Man kann da einfach mal bei einem Kaffee ein unverbindliches Gespräch mit einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin führen.“

Schon im November 2019 konnte das Projekt starten. Die eher ungewöhnliche Location für das Angebot stellte sich schnell als Erfolgsfaktor heraus. „Wir haben in zehn Jahren Arbeit im Gesundheitsbereich gelernt, dass man auf den informellen Austausch zwischen den Teammitgliedern, zwischen den Coachs und den Teilnehmenden, aber auch zwischen den Teilnehmenden großen Wert legen sollte“, erklärt Andreas Heck. „In einem Gebäude irgendwo in einem Industriegebiet mit langen Fluren und abgeschotteten Büros auf verschiedenen Etagen ist das schlecht möglich.“

Die Anlaufstelle ähnelt einer Praxis: Die 60 bis 100 Teilnehmenden kommen immer wieder zu Terminen, die von den Projektverantwortlichen koordiniert werden. In persönlichen Einzelgesprächen werden anfangs medizinisch-/berufliche Statusfeststellungen zu Arbeitsplänen formuliert und im Anschluss, konkrete Umsetzungsschritte gemeinsam mit den Teilnehmenden angestoßen. Dabei sind die Wege immer individuell.

Die Menschen, die das Angebot in Anspruch nehmen, haben multiple Vermittlungshemmnisse. Es geht beispielsweise um chronische Schmerzen, Schlafstörungen, Alkoholmissbrauch, ein sozial schwieriges Umfeld, Gewalterfahrungen, Geldsorgen, Schulden, Straftaten. Oft verstehen sie Überweisungen zu Fachärzten und AOK-Schreiben mit Hinweisen und Aufforderungen nicht richtig oder auch Behördenbriefe wie Ablehnungs- oder Vollstreckungsbescheide. Zu allen Themen werden die Fachkräfte in der Anlaufstelle kontaktiert, oft auch telefonisch. Sie helfen dann bei der Problemlösung. Oft ist dazu Rücksprache mit den Ansprechpersonen bei den beteiligten Institutionen, meist aus dem Gesundheitswesen, unabdingbar.

Wichtig aus Sicht von Andreas Heck: „Die in der Anlaufstelle tätigen Kräfte, wie zum Beispiel Ärzte, die als medizinische Coachs arbeiten, sind feste Mitglieder im Team, sie sind also mit jedem Teilnehmenden vertraut. Und die wissen es sehr zu schätzen, stets dieselben Ansprechpartner zu haben, und sich nicht ständig neuen Personen anvertrauen zu müssen.“ Überhaupt bewerten die Projektverantwortlichen das aus verschiedenen Professionen zusammengesetzte Träger-Team – neben einer sozialpädagogischen Begleitung gehören verschiedene Coachs für die Bereiche Medizin/Gesundheit, Profiling/Jobsuche sowie Telefonie dazu, derzeit insgesamt 14 Personen – als einen weiteren wichtigen Baustein für den Erfolg des Projekts.

Ergänzt wird das Team durch eine Mitarbeiterin des Jobcenters, die etwa dreimal in der Woche vor Ort ist. Sie ist komplett für das Projekt abgestellt, übernimmt auch die administrativen Aufgaben, sodass die Integrationsfachkräfte davon entlastet sind. „Das ist eine Mitarbeiterin, die für das Produkt brennt“, sagt Michael Schmitz. Sie ist nicht nur Dienstleis­terin für die anderen Kolleginnen und Kollegen, sie vertritt das Jobcenter auch bei Informationsveranstaltungen über die Maßnahme. Damit trägt sie wesentlich zum Erfolg des Projekts bei.

„Angebot“ statt Maßnahme
 

Organisatorisch ist das „Integrationsassessment und Aktivierungscoaching“ eine AVGS-Maßnahme nach Paragraf 45 SGB III, die in erster Linie der „Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sowie Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen“ dient. Diese Vermittlungshemmnisse können gesundheitlicher Natur sein, sich aber auch auf andere Bereiche beziehen. Das Projekt verfolgt daher einen ganzheitlichen Ansatz.

Der Gutschein für das Integrationsassessment umfasst 65 Unterrichtseinheiten. Ein Gutschein für das Aktivierungscoaching, das immer aus Einzelcoachings besteht, erstreckt sich über 24 Einheiten. Diese Gutscheine können bei Bedarf mehrfach vergeben werden. Insgesamt ist die Maßnahme, so Michael Schmitz, „nicht ganz preiswert“, insbesondere, wenn medizinische Fachkräfte eingebunden sind. Allerdings seien AVGS-Maßnahmen gegenüber Vergabemaßnahmen im ländlichen Raum, wo es oft schwerfalle, Mindestteilnehmerzahlen zu erreichen, die bessere Wahl. Auch der umfassende und schnellere Erkenntnisgewinn und die Möglichkeit die Integrationsstrategie entsprechend zu aktualisieren, rechtfertigen den Mitteleinsatz. Die Kosten-Nutzen-Rechnung geht für das Jobcenter also auf.

Weil für viele Langzeitarbeitslose der Begriff „Maßnahme“ aus mehrfacher persönlicher Erfahrung negativ besetzt ist, und sie „maßnahmenmüde“ sind, vermeidet das Jobcenter diese Bezeichnung und bewirbt das Integrationsassessment und Aktivierungscoaching als „Angebot“. Für Michael Schmitz ist es wichtig, dass die Teilnehmenden aus diesem Angebot des Jobcenters heraus an andere bestehende Angebote angebunden werden. Sei es an Maßnahmen des Jobcenters bei anderen Bildungsträgern, an Gesundheitsangebote an Kliniken oder an Selbsthilfeangebote zum Beispiel bei Wohlfahrtsverbänden. Das funktioniere mit dem Team der DIA, die sowohl das Portfolio des Jobcenters als auch die Angebote anderer Träger und Institutionen der Region kenne, hervorragend.

Insgesamt haben bisher 198 Personen (Stand Ende 2020) an der Maßnahme teilgenommen, 111 Männer und 87 Frauen. Die festgestellten Krankheitsbilder waren vielfältig: psychische Erkrankungen/Störungen (128), orthopädische Erkrankungen/Erkrankungen des Bewegungsapparats (111), Herz-/Kreislauf-/Stoffwechsel- und andere innere Erkrankungen (64), neurologische Erkrankungen (44) und Suchterkrankungen (36), um die wichtigsten zu nennen.

Als Ergebnisse des Coachings ergaben sich 82 Aktivierungen durch die Bearbeitung von Gesundheitsthemen, 41 Reha- und 7 Rentenanträge, 26 Veränderungs- oder Erstanträge zum Grad der Behinderung (GdB) und neun Empfehlungen zu einem Rechtkreiswechsel, zum Beispiel ins SGB IX (Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen). Wenn man auf das Thema Gesundheit schaut, konnten 58 ärztliche Anbindungen hergestellt oder angebahnt werden, ebenso 28 therapeutische Anbindungen und elf Krankenhausbehandlungen.

Aber auch in Richtung Integration in den Arbeitsmarkt ergaben sich für viele Teilnehmende Fortschritte. In 39 Fällen konnte zu einem vorrangigen Job-Coaching übergegangen werden, zehn Teilnehmende machten ein Praktikum, sechs nahmen eine Beschäftigung auf und eine Person wechselte in eine Förderung nach dem Teilhabechancengesetz.

Hohe Quote an psychischen Erkrankungen
 

Mittlerweile haben die Projektverantwortlichen in Holzminden wertvolle Erkenntnisse aus der Maßnahme gesammelt: So hat man zum Beispiel festgestellt, dass der Anteil der psychischen Störungen und diagnostizierten psychiatrischen Erkrankungen mit über 65 Prozent aller Teilnehmenden überdurchschnittlich hoch liegt. Als besonders wichtig hat es sich erwiesen, Teilnehmende aktiv an die vor Ort befindlichen ambulanten und stationären Behandlungsmöglichkeiten heranzuführen. Wichtig dafür ist eine effektive und standortbezogene Vernetzung des Projektteams. Für die meisten Reha-Kandidaten ist zunächst die adäquate Anbindung an Haus- und Fachärzte die grundsätzliche Voraussetzung. Daher besteht im Gesundheitscoaching die Hauptaufgabe in der Aktivierung der Teilnehmenden, ihre Ärzte – oft nach Jahren – wieder aufzusuchen, dort ihre Problemlagen anzusprechen oder sich neuen Ärzten vorzustellen.

Im Rahmen des psychologischen, des sozialpädagogischen und des Jobcoachings konnten viele Schulden- und Suchtmittelthematiken, prekäre finanzielle oder Wohnraum-Problematiken und familiäre Konflikte identifiziert und durch intensive und kleinschrittige Maßnahmen bearbeitet werden. So wurden zahlreiche Vermittlungshemmnisse erkannt und konkrete Lösungsstrategien erarbeitet. Wichtig sind in diesem Zusammenhang Fallkonferenzen, bei denen sich die Teammitglieder regelmäßig über die Verläufe der Coachings informieren, sich gegenseitig beraten und abstimmen. Auch in den Fällen, in denen Menschen erfolgreich in Arbeit integriert werden konnten, hat sich ein weiteres stabilisierendes Coaching (über AVGS) als sehr wichtig herausgestellt, weil die Frustrationstoleranz der Betroffenen oft gering und die neuen Lebensumstände noch fragil sind.

Allerdings sind nur die wenigsten der Teilnehmenden als arbeitsmarktnah zu bezeichnen. In den meisten Fällen sind langfristig angelegte Arbeits- und Aktivierungspläne erforderlich, um die Bereitschaft zur Aufnahme einer Beschäftigung und konkrete berufliche Perspektiven zu entwickeln. Erfreulich ist aus Sicht der Projektverantwortlichen die geringe Abbruchquote. Sie liegt bei etwa elf Prozent.

Mit Beginn der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen fiel den Akteuren die coronakonforme Anpassung der Maßnahme relativ leicht, weil der Schwerpunkt auf Einzelgesprächen liegt. Die Kommunikation konnte daher zum großen Teil und relativ einfach auf Medien wie WhatsApp, Telefon, Video-Telefonie umgestellt werden. Wobei der Datenschutz dadurch gewährleistet ist, dass die Teilnehmenden entscheiden, was sie preisgeben und wie sie kommunizieren möchten, und das schriftlich bestätigen.

Was die Kundenzufriedenheit angeht, aber auch die Zufriedenheit der Jobcenter-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter und nicht zuletzt die Imagepflege für das Jobcenter, spricht Michael Schmitz von einem überragenden Erfolg. „Die Menschen im Hartz-IV-Bezug, die es oft müde sind, über Jahre wieder und wieder zu irgendwelchen Maßnahmen geschickt zu werden, bei denen letztendlich für sie nichts herauskommt, merken schnell, dass das Gesundheitscoaching für sie persönlich etwas bringt. Ich habe eine Vormerkliste für die nächste Runde, die ist voll. Das Projekt ist ein Selbstläufer.“

Und wenn es nach Michael Schmitz geht, ist so schnell auch kein Ende der Erfolgsgeschichte in Sicht: „Solange das Angebot nachgefragt wird und ich budgetmäßig die Möglichkeit habe, es aufrecht zu erhalten, werde ich das auch tun.“

Bei allen positiven Erfahrungen, die die Verantwortlichen mit dem Projekt machen, gibt es aber auch Kritik. Es sei nach wie vor schwierig, das Thema Gesundheit im SGB II unterzubringen. Im Vordergrund stehe immer noch die Integration in Arbeit, auch wenn das bei dem seit Jahren verfestigten Bestand an Langzeitarbeitslosen gegen jede Realität sei. Zwar gebe es mittlerweile einen breiten Konsens, dass Gesundheit gerade für Langzeitarbeitslose auf dem Weg zum Arbeitsmarkt ein entscheidender Faktor ist; in Nordrhein-Westfalen sei man, was die Umsetzung dieser Erkenntnis angehe, auch schon weiter. „Dagegen steht aber die Einstellung, dass im SGB II und SGB III keine Notwendigkeit für gesundheitliche Maßnahmen besteht, weil in Deutschland jeder Mensch, der will, zu jedem Arzt gehen und alle Gesundheitsleistungen, die medizinisch notwendig sind, in Anspruch nehmen kann“, so Andreas Heck. „Das Dumme ist nur: Unsere Zielgruppe ist dazu aus eigenem Antrieb nicht in der Lage. Sie braucht dazu Hilfe, und diese Hilfe geben wir ihr.“ Michael Schmitz hat deshalb den ganz konkreten Wunsch, „dass wir das Thema Gesundheit im SGB II endlich offen angehen können und nicht gezwungen sind, irgendwelche Umgehungslösungen zu suchen. – Das nervt!“


Fallbeispiel:
Herr L., M. 50 Jahre alt, seit längerer Zeit im SGB II-Leistungsbezug

Beruflich:

  • Gelernter Heizungsbauer, mehrjährige Berufserfahrung in verschiedenen Handwerksbereichen, psychisch bedingt erwerbslos


Hemmnisse:

  • Verschiedene orthopädische Einschränkungen sowie seelische Erkrankungen
  • Überforderung mit verschiedenen Fachärzten sowie mangelnde psychotherapeutische Anbindung
  • Mehrjährige Haftstrafen


Arbeitsplan:

  • Antrag auf Teilhabeleistungen zur beruflichen Rehabilitation
  • Anbindung an Facharzt und Psychologen sowie Maßnahmen zur Gesundheitsförderung


Ergebnisse:

  • Abwendung justizieller Folgen durch aktive Förderung des Abbaus von Sozialstunden in Zusammenarbeit mit der Bewährungshilfe
  • Start medizinischer- und fachärztlicher Diagnostik
  • Aktivierung durch ein Praktikum


Anschlussfähige, weitere Schritte:

  • Durchführung einer Umschulung durch den Arbeitgeber, bei dem das Praktikum durchgeführt wurde und/oder einer eventuellen Förderung durch 16e/i
  • Teilnehmer vorbereiten auf sozialversicherungspflichtigen Beruf

Ansprechpersonen in der G.I.B.

Rieke Dodot
Tel.: 02041 767164
r.dodot@gib.nrw.de

Pamela Marquas
Tel.: 02041 767167
p.marquas@gib.nrw.de

Kontakte

Michael Schmitz, Teamleiter Aktiv- und Vermittlungsteam, Jobcenter Holzminden
Steinbreite 12
37603 Holzminden
Tel.: 05531 7047540
Michael.Schmitz@jobcenter-ge.de

Andreas Heck, Geschäftsführer der
softdoor und DIA GmbH
Mittlere Straße 10
37603 Holzminden
Tel.: 05531 9489292
heck@iasmed.de
www.diedia.de

Autor

Frank Stefan Krupop
Tel.: 02306 741093
frank_krupop@web.de

 

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