Sie sind hier: Startseite Heftarchiv 2020 Beratung in einer komplexen Sozial- und Arbeitswelt „Digitale Bildung schafft neue Möglichkeiten, birgt Risiken und hat Vorteile“
(Heft 3/2020)
Ein Interview mit drei Experten für digitale Lehr- und Lernangebote

„Digitale Bildung schafft neue Möglichkeiten, birgt Risiken und hat Vorteile“

Als Klaus Lage Mitte der 1980er Jahre sang „und es hat Zoom gemacht“, konnte er nicht ahnen, dass er damit auch die Textzeile für die disruptive, von der Corona-Pandemie verursachte Veränderung der Bildungslandschaft geschaffen hatte. Was das Erfordernis, Unterrichtsformen von heute auf morgen ins Digitale zu verlagern, für Lehrende und Lernende bedeutet, diskutiert die G.I.B. mit den Experten Tim Brüggemann, Professor für Berufs- und Weiterbildungsmanagement und Prorektor der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld, Manuel Epker, Diplom-Pädagoge und Geschäftsführer des Instituts für Bildungskooperation (IfBK) Münster, und Dr. Christian Staden, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Arbeitsorientierte Bildungsprozesse am Institut Technik und Bildung (ITB) der Universität Bremen. Sie zählen zum beratenden Wissenschaftsteam im Projekt „Berufswahlpass 4.0“. IfBK und FHM haben mit der Online-Akademie DiCademy seit März 2020 Hunderte Lehrende kostenlos mit Erklär-Videos und Sprechstunden zu digitalen Unterrichtsformen und -werkzeugen versorgt.

G.I.B.: Hat die Corona-Pandemie die deutsche Bildungslandschaft völlig unvorbereitet getroffen, was die Möglichkeiten des digitalen Lehrens und Lernens angeht?

Christian-Staden.jpgDr. Christian Staden: An unserer Universität in Bremen hatten wir einige Herausforderungen zu meis­tern. Wir haben in kurzer Zeit Lizenzen für Video-Conferencing-Dienste für alle Studierenden und Lehrenden beschafft. Den Lehrbetrieb konnten wir damit weitestgehend digital fortführen. Im schulischen Bildungssektor greifen wir in Bremen auf die bereits seit einigen Jahren etablierte Lernplattform „Itslearning“ und ein einheitliches User-Management-System zurück. „Itslearning“ steht allen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrenden zur Verfügung. Der Vorteil dieses Systems ist, jederzeit Zugriff auf seine Daten zu haben und dies auch bei Schulwechsel oder Umzug. Mein Eindruck ist, dass wir uns etwas leichter tun als Kommunen in Flächenländern, die vor Problemen beim einheitlichen Vorgehen stehen.

dicademy_team_manuel_epker.jpgManuel Epker: Mit Angeboten zur Weiterbildung haben wir den Lehrenden signalisiert, dass sie bei den Herausforderungen nicht auf sich allein gestellt sind. Es gibt an vielen Orten Fortbildungen und Organisationen, die weiterhelfen. In Nordrhein-Westfalen ist als ein Beispiel die gemeinnützige Gesellschaft „Cloud und Rüben“ zu nennen, die mit Fachwissen, Praxis-Erfahrung und Fortbildungsangeboten unterstützt. Im Gespräch mit dem Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen waren wir im März übereingekommen, schnell etwas unternehmen zu müssen. Tim Brüggemann und ich haben sofort mit unserer täglichen DiCademy-Online-Sprechstunde „Hilfe, ich bin plötzlich Online-Lehrende_r“ ein Angebot geschaffen, um die drängendsten Fragen zu beantworten. Wer beim Livestream nicht dabei sein konnte, findet die Sprechstunden bei YouTube bequem zum Nachgucken.

Brueggemann_140918_2_print.jpgProf. Dr. Tim Brüggemann: Die digitale Bildungsrevolution hat eigentlich längst eingesetzt, nur noch nicht überall die erforderliche Akzeptanz erhalten. Corona hat das nun beschleunigt. Ich vergleiche die Einführung digitaler Bildung mit der des Buchdrucks. Es schafft neue Möglichkeiten, birgt Risiken und hat Vorteile. Staatliche Schulen hatten weitaus größere Probleme bei der digitalen Umstellung als private Hochschulen. Wir in Bielefeld hatten das über viele Jahre agil getestet und konnten relativ einfach über Nacht den Lehrbetrieb und die Verwaltung mit 5.500 Studierenden und 400 Lehrenden umstellen. Dazu ist aber jede Menge digitale Kompetenz auch bei den Lehrkräften erforderlich, die man flankierend mit Weiterbildungen schulen muss. Durch digitale und flexible Bildungsangebote erreichen wir aber auch neue Zielgruppe – wie pflegende Angehörige –, die sonst keine Präsenzhochschule besuchen könnten. Die Digitalisierung führt also auch zu mehr Bildungsgerechtigkeit. Virtuelle Lehre ist aber auch abwechslungsreich und aktivierend zu gestalten, um die Lernziele zu erreichen. Das Format „Blended Learning“ hat sich als gute Mischung für uns da bewährt.

G.I.B.: Was verändern solche Mischungen wie „Blended Learning“ oder ein „Flipped Classroom“ für Lehrende und Lernende?

Manuel Epker: Es geht vereinfacht gesagt darum, eine Alternative dafür zu entwickeln, wenn Lehrende nicht mehr bis zu acht Stunden am Tag vor Kursen oder in Klassen stehen. Neben den technischen Aspekten, auf welchem Wege und welcher Plattform wir uns virtuell vernetzen, stellt dies zudem neue Anforderungen an die Arbeit der Lehrkräfte und das Lernen der Zielgruppe. Eine hybride Lernumgebung verschränkt vom Grundgedanken her Präsenzveranstaltungen mit digitalem Lernen, das ist das „Blended Learning“. Der „Flipped Classroom“ dreht ein klassisches Prinzip um: Der Unterricht vertieft Inhalte, die Schülerinnen und Schüler sich bereits zu Hause mit neuen Medien angeeignet haben. Aber gerade für den Corona-Fall, dass analoge Zusammenkünfte überhaupt nicht möglich sind, sprechen wir eher davon, synchrone und asynchrone Lerneinheiten zu verknüpfen. Das empfinden wir als großen Gewinn.

G.I.B.: Was verstehen Sie unter „synchronen und asynchronen Lerneinheiten“?

Manuel Epker: Eine Lernphase findet im privaten Rahmen statt. Sie ist asynchron angelegt und mit der Aufforderung an die Lernenden verbunden, dass alle in ihrem eigenen Tempo und teils mit selbst zu findenden Materialien und Quellen eine Aufgabe lösen sollen. Die andere Lernphase findet synchron statt und dient der Vertiefung; zu einem verabredeten Zeitpunkt stellen alle sich gegenseitig und der Lehrkraft ihre Lösungen vor, besprechen die Wege und bewerten sie.

G.I.B.: Bleiben wir einen Moment im asynchronen Teil. Welche Auswirkungen hat es, wenn Lehrende die klassische Disziplin der Wissensvermittlung aus der Hand geben?

Manuel Epker: Lehrende triggern dann Lernen lediglich und liefern Unterrichtsmaterial als digitalen Service an, in Form von Dateien, Links oder Videos. Inzwischen sind auch 200 digitale Lerntool-Apps zur Wissensvermittlung auf dem Markt. Das Prinzip des „Flipped Classroom“ veranschaulicht es ganz gut: Die Vorbereitung auf ein Thema erfolgt digital, die Lernenden erarbeiten sich mit diversen Medien theoretische Inhalte. Gemeinsame Treffen, die außerhalb von Ereignissen wie Pandemien analog stattfinden können, dienen dazu, das theoretische Wissen anzuwenden und Lösungen zu erarbeiten. Das Verstetigen des Gelernten erfolgt wieder im digitalen Raum: In nachgelagerten Übungen und Lerneinheiten können Lernende Podcasts oder anderen Content produzieren. Reine Wissensvermittlung ist größtenteils ausgelagert, die Lehrenden haben dann andere Funktionen und moderieren Lernprozesse. Das erfordert ein Umdenken in der vorgelagerten Wissensvermittlung, benötigt neue Mittel und Methoden in der Präsenzphase und vor allem geordnete, strukturierte und angemessen aufbereitete Inhalte.

Prof. Dr. Tim Brüggemann: Um diese Rollenänderung zu etablieren, benötigt Digitalisierung Akzeptanz. Wir müssen erklären, welchen Mehrwert dieses Arbeiten für alle hat. Lehrende werden zum Beispiel stark davon entlastet, totes Wissen und Theorien vor versammeltem Volk aufzusagen. Das lässt sich doch viel einfacher vorproduzieren: in Videos oder PowerPoint-Präsentationen, über die ich meine Stimme lege. Lernende können sich das dann angucken, wann immer sie wollen, es anhalten und zurückspulen. Treffen sind noch nötig und wichtig, um zu reflektieren, um Transfer in die Lern- und Arbeitswelt der Lernenden herzustellen. Zur Unterstützung von Lehrkräften haben wir diverse Tools entwickelt, mit denen man Lernstände erfassen oder Workshops entwerfen kann.

Manuel Epker: Der wunde Punkt dabei ist, dass viele Lehrende noch in der Kreidezeit stehen geblieben sind, also an der Tafel. Dabei sind die Ressourcen schon vorhanden, ich muss noch nicht einmal selbst ein Videostudio einrichten. Die Profierklärer wie Daniel Jung mit seinem Mathematik-Kanal auf YouTube können das hervorragend. Da kann ich mich einfach und gut bedienen.

Dr. Christian Staden: Es ist eine große Kraftanstrengung, seine tradierte Arbeitsweise methodisch umzugestalten, bei den Lernenden Selbststeuerung und kooperatives Lernen anzuregen. Wer das noch nie ausprobiert hat, schafft das – wie in Corona nötig – nicht von null auf hundert.

Manuel Epker: Es gibt dieses eine neue Wort, das Schule nicht mag und bei vielen Lehrenden Buhrufe auslöst: Selbstlernkompetenz. Dabei gilt es, das Schwert des Allwissenden über mir als Lehrendem abzuhängen und ein Überangebot an Möglichkeiten zu schaffen, aus dem Schülerinnen und Schüler das für sie Passende auswählen. Ich selbst arbeite als Diplompädagoge im universitären Kontext längst so, dass ich gar nicht alles wissen kann und muss. Es hilft der Gruppe, wenn ich das Aneignen von Wissen didaktisch so begleite, dass wir Lücken gemeinsam angehen und füllen.

Prof. Dr. Tim Brüggemann: Und Studien zeigen, dass YouTube zu einem der Hauptmedien für das Lernen aufgestiegen ist. Wer online am coolsten erklären kann, ersetzt sozusagen die analoge Nachhilfe von früher.

G.I.B.: Wie sollten Arbeits- und Lernkonzepte bei digitalem Lernen im Gegensatz zum Präsenzunterricht gestaltet sein?

Dr. Christian Staden: Ohne didaktische Konzepte bleibt die neueste Technik weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Was bringt ein Smartboard in fast jeder Schulklasse, wenn es bloß als analoge Tafel dient und die Potenziale digitaler Medien für das Lehren und Lernen ungenutzt bleiben?

Prof. Dr. Tim Brüggemann: Es hängt viel von der Zielsetzung ab. In unseren Sprechstunden haben wir die Lehrenden viel reden lassen, um herauszufinden, welche Mittel sie tatsächlich einsetzen wollen. Tendierten sie ausschließlich zu Live-E-Learning, ging es um die richtigen Methoden, um ihnen die Angst vor acht Stunden Blockunterricht vor der Laptop-Kamera zu nehmen. Wir haben mit ihnen also keine umfassenden Campusmanagementsysteme, sondern den virtuellen Klassenraum eingeführt und sie befähigt, digitalen Input zu geben und Kleingruppen zu bilden.

Manuel Epker: Wir haben erklärt, was im Digitalen ähnlich ablaufen kann wie sonst auch. Als kleiner Stolperstein hat sich bei der Arbeit im virtuellen Raum entpuppt, dass Arbeitsanweisungen an die Schülerinnen und Schüler nicht genau genug definiert waren. Da waren schnell zwei Stunden verschenkt, weil es für die Lernenden keinen Raum für Rückfragen gab. Die Lehre daraus ist, im digitalen Lernen äußerst präzise in der Vor- und Nachbereitung der Einheiten zu sein.

G.I.B.: Welche didaktischen Lernhilfen unterstützen das digitale Lernen?

Dr. Christian Staden: Gamification, Nudging und Onboarding als Fachbegriffe aus den Game-Theorien haben seit einigen Jahren auch Eingang in den Kontext des Lehrens und Lernens gefunden. Lernpsychologisch docken sie aber eigentlich an Bekanntes an: Spielerische Elemente erhöhen die Motivation zu lernen und machen Lernerfolg wahrscheinlicher. Es ist eine moderne Variante der Sternchen und Smileys, die Lehrende auf Klausurbögen ihrer Schülerinnen und Schüler malen. Im digitalen Raum geht es beim Onboarding zum Beispiel darum, wie Lehrende die Lernenden arbeitsfähig und in ein Thema hineinbekommen, also „an Bord“. Da arbeiten digitale Medien mit erweiterter Visualisierung, mit Animationen und öffnen neue Kooperationswege.

Prof. Dr. Tim Brüggemann: Genau, auch hier gilt: Niemand muss sich als Lehrkraft ganz neu erfinden.

Manuel Epker: Das Symbol für eine Einigung, auch für die Vereinigung von analoger und digitaler Bildungswelt, ist der weiße Stift als Synonym für das Kulturgut Schreiben. Der Stift hat im Digitalen überlebt und wird zum Beispiel für das Schreiben auf dem iPad oder dem Whiteboard gebraucht. Wir sind technisch weiter als vor zehn Jahren und können Learning-Apps einfach zusammenbauen und nutzen.

G.I.B.: Auch beim Thema Berufsorientierung bauen Sie Brücken von der analogen in die digitale Welt. Im Projekt „Berufswahlpass 4.0“ für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und von den Ministerien für Schule und Bildung sowie Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen federführend mit der G.I.B. umgesetzt wird, entwickeln Sie die digitale Variante und beraten dazu. Potenzialanalyse, Berufsorientierung und Praktika sollen über eine App steuerbar und abrufbar sein. Wie gehen Sie dabei vor?

Manuel Epker: Hier stehen wir vor der Riesenherausforderung, die Berufsorientierung aus einem analogen DIN-A4-Ordner und einem begrenzten Teil des schulischen Unterrichts in die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler und auch ihrer Eltern zu transferieren. Ein digitales Endgerät, das die Jugendlichen wie selbstverständlich gebrauchen, soll auch in der Schule von Nutzen sein. Wir wollen auch erreichen, dass Kinder und Eltern gemeinsam und sehr leicht auf die Ergebnisse der Potenzial­analyse schauen können. Dies ist schon beim analogen Berufswahlpass kein Selbstläufer.

Prof. Dr. Tim Brüggemann: Wir forschen schon lange am Berufswahlpass und versuchen nun, mit der Digitalisierung auch dieses Instrument effizienter zu machen. Es ist eins der anspruchsvollsten Projekte, an denen ich je gearbeitet habe, weil es für etliche Bundesländer mit zahlreichen verschiedenen rechtlichen Grundlagen Anwendung finden soll. Und die beste Super-App nutzt ja nur etwas, wenn Jugendliche sie auch nutzen. Deswegen ist Gamification wichtig, damit der Pass 4.0 den Stellenwert und die hohe Nutzung beispielsweise einer Tracking-App erhält und junge Leute den Stand ihrer Berufsorientierung so häufig prüfen wie ihre sozialen Kanäle, die Trinkgewohnheiten oder den Schlaf. Dafür braucht es in der App mehr als Blinker und Punkte. Wir nutzen bereits kleine Techniken aus dem Gaming-Bereich wie Fortschrittsbalken. Sie vermitteln den Jugendlichen, dass sie einen Vorgang nicht abbrechen sollen, sondern vielleicht nur noch zwei Informationen einfügen müssen. Solche Balken bringen 20 Prozent mehr dazu, eine Eingabe vollständig zu beenden. Oder nehmen wir die Idee, wie beim „Schiffe versenken“-Spiel Eigenschaften des jungen Menschen in der Berufs­orientierung zu finden. Das ist zunächst eine Übung zur Selbsteinschätzung. Wenn dann Freunde oder Familienmitglieder über einen Einladungslink mitspielen, kommt deren Wahrnehmung hinzu. Zusammen ergibt das ein mehrstimmiges, aber stimmiges Bild über die Eigenschaften der einzelnen Jugendlichen. So schaffen wir auf digitalem Weg positive Zusatzeffekte.

G.I.B.: Wie befähigt man die jungen Menschen, mit den Medien kompetent und datensensibel umzugehen?

Manuel Epker: Um gemeinsam digital arbeiten zu können, muss ich das Thema einführen. Wie ich im digitalen Kosmos recherchiere, kommuniziere, kollaboriere und präsentiere et cetera, muss Bestand eines medienpädagogischen Konzepts an Schulen sein – und zwar als Querschnittsaufgabe in jedem Fach. Die Frage, welche Information woher kommt und wohin geht, ist nichts anderes als wissenschaftliches Arbeiten.

G.I.B.: Zum Abschluss: Welchen Anteil wird digitales Lernen in naher Zukunft im System Schule haben?

Prof. Dr. Tim Brüggemann: Die heiße Phase beginnt nach den Sommerferien, wenn wir vermutlich eine Hybridsituation sowohl mit Präsenzunterricht als auch virtuellen Lehreinheiten haben. Zwei Welten gleichzeitig zu bedienen ist methodisch und didaktisch extrem anspruchsvoll und braucht wiederum in erster Linie geschulte Lehrkräfte, damit wir die gesteckten Ziele auch erreichen.

Manuel Epker: Wir müssen es zum Kulturthema machen, im virtuellen Unterricht neben der Lehrkraft auch einen Menschen für die digitale Begleitung zu beschäftigen. Also jemanden, der die Lerngruppe online im Blick hat oder Dinge für mich vorrecherchieren kann. Wobei wir ganz neu „softwarepolitisch“ denken lernen müssen. Bisher hat kaum jemand zum Beispiel Zugangsbedingungen für verschiedene Betriebssysteme und Internetbrowser auf dem Schirm. Das sind Fragen, die weniger mit der Hardware zu tun haben. Sie stellen sich aber unweigerlich, etwa wenn es um Systemaktualisierungen geht, sobald ich neue oder komplexe Apps laden will.

Dr. Christian Staden: In der Wissenschaft werden wir uns weiter intensiv darum kümmern, wie sich Lernprozesse auf digitalem Weg optimal fördern lassen. Dazu sind Versuche und Projekte in den Schulen unter expliziter Beteiligung aller Bildungsakteurinnen und -akteure wichtig. Digitale Medien didaktisch sinnvoll und nicht allein zum technischen Selbstzweck einzusetzen, muss aus meiner Sicht Teil der Lehramtsausbildung werden – und auch der Fort- und Weiterbildung. Denn es bleibt die größte Herausforderung, die Prinzipien der Unterrichtsgestaltung in ein digital gestütztes Lernsetting zu übertragen.

Das Interview führte

Volker Stephan
Tel.: 0173 3679157
post@volker-stephan.net

Kontakte

Fachhochschule des Mittelstands (FHM)
Prof. Dr. Tim Brüggemann, Professor für Berufs-
und Weiterbildungsmanagement, Prorektor
Ravensberger Straße 10 G
33602 Bielefeld
Tel.: 0521 96655188
brueggemann@fh-mittelstand.de

Institut für Bildungskooperation (IfBK)
Diplom-Pädagoge Manuel Epker, Geschäftsführer
Wolbecker Straße 36
48155 Münster
Tel.: 0251 590498060
epker@ifbk-online.de

Universität Bremen
Dr. Christian Staden, Wissenschaftlicher Mitarbeiter
am Institut Technik und Bildung (ITB)
Abteilung Arbeitsorientierte Bildungsprozesse
Am Fallturm 1
28359 Bremen
Tel.: 0421 21866302
staden@uni-bremen.de

Ansprechpersonen in der G.I.B.

Simon Kleff
Tel.: 02041 767182
s.kleff@gib.nrw.de

Katharina Wagner
Tel.: 02041 767181
k.wagner@gib.nrw.de

 

Artikelaktionen