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(Heft 4/2019)
Acht Jahre „Kein Abschluss ohne Anschluss“ in der StädteRegion Aachen

Stolz darauf, wie es in der StädteRegion Aachen läuft

Seit acht Jahren beteiligt sich die StädteRegion Aachen an der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Als eine von sieben Referenzkommunen ist die StädteRegion von Anfang an dabei. Hochmotivierte Akteure haben es geschafft, zu einer gut vernetzten Verantwortungsgemeinschaft zusammenzuwachsen und so in der StädteRegion ein für alle Kinder und Jugendliche verbindliches und regional abgestimmtes System des Übergangs von der Schule in den Beruf ab der achten Klasse zu organisieren. Das Engagement vieler Beteiligter wurde im Rahmen eines Fachtages am 11.September 2019 gewürdigt.

„Wir haben im Bereich „Kein Abschluss ohne Anschluss“ Gutes geschaffen, immer wieder überlegt, wie wir Dinge optimieren können, dabei im Beirat Schule-Beruf-Studium aus unterschiedlicher Perspektive auch sehr kontrovers diskutiert. Ich glaube, dass wir heute stolz sein können, wie es hier in der StädteRegion Aachen läuft.“ So fasste der ehemalige Schulamtsdirektor Wolfgang Müllejans, der als Gast an dem Fachtag teilnahm, die Entwicklung von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ in der StädteRegion Aachen im Rückblick zusammen.

Dass die Veranstaltung mit 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern schnell ausgebucht war, lag nicht nur an der schönen Location, die das Bildungsbüro mit dem Stolberger Museum Zinkhütter Hof ausgesucht hatte. Zahlreiche Akteure aus der Region, darunter Koordinatorinnen und Koordinatoren für Berufliche Orientierung (StuBo), Lehrkräfte, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, Schulleitungen, Berufsberatende, Fallmanagerinnen und Fallmanager der Jobcenter, Vertreterinnen und Vertreter der Jugendhilfe, der Bildungsträger, der Wirtschaft, der Hochschulen und auch der G.I.B., nahmen die Gelegenheit wahr, um auf das in den letzten acht Jahren Geleistete zurückzublicken.

Auf vorhandene Strukturen aufgebaut
 

Um die Leistung, die die StädteRegion bei der Umsetzung von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ bewältigt hat, richtig einordnen zu können, muss man zunächst einmal festhalten, dass es die StädteRegion Aachen als Rechtsnachfolgerin des Kreises Aachen erst seit Oktober 2009 gibt. Rund 555.000 Menschen leben in dem vor zehn Jahren geschaffenen Gemeindeverband, mit dessen Bildung regionale Aufgaben der Stadt Aachen unter anderem im Bereich Bildung auf die StädteRegion übergingen. Eine wesentliche Rolle spielt in diesem Bereich das Bildungsbüro. Es wurde im Februar 2009 im Rahmen der Initiative „Regionale Bildungsnetzwerke NRW“ in der Stadt Aachen gegründet und ist seit Oktober 2009 in der StädteRegion verankert. Seine Aufgabe ist es, Angebote im regionalen Bildungsnetzwerk abzustimmen, Doppelstrukturen abzubauen und ein gemeinsames Verständnis von guter Bildung in der StädteRegion zu schaffen. Es kann dabei unter anderem auf die Vernetzungsstrukturen zurückgreifen, die im Rahmen des Förderprogramms „Lernen vor Ort“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) geschaffen wurden, an dem die StädteRegion Aachen von 2009 bis 2014 teilnahm. Denn im Mittelpunkt des Programms standen eine enge Zusammenarbeit mit allen öffentlichen Partnern, die Einbeziehung der vielfältigen Bildungsangebote in der StädteRegion und ein effektives Bildungsmanagement. „Bereits im Rahmen von „Lernen vor Ort“ wurde in der StädteRegion das Thema Übergangsmanagement implementiert“, erinnert sich Dr. Sascha Derichs, Leiter des Bildungsbüros. „Vor diesem Hintergrund bot die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ eine gute Möglichkeit bestehendes Wissen und Strukturen einzubringen und auszubauen.“ Im Bildungsbüro ist daher auch die Kommunale Koordinierungsstelle (KoKo) angesiedelt, die die Umsetzung der Landesinitiative in der gesam­ten StädteRegion koordiniert.

Markus Terodde, seit 2012 Dezernent für Bildung, Jugend und Strukturentwicklung der StädteRegion Aachen und zuvor entscheidend bei der Etablierung des Gemeindeverbands tätig, sieht bei „Kein Abschluss ohne Anschluss“ genau den Kerngedanken verwirklicht, um den es auch in dieser neu geschaffenen regionalpolitischen Handlungsebene geht: Viele Akteure aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern bündeln ihre Kompetenzen, denken nicht in Zuständigkeiten, sondern bilden eine Verantwortungsgemeinschaft. „Der Kerngedanke ist, die Leute zusammenzubringen, gemeinsam etwas für die Betroffenen zu tun und Themen nach vorne zu bringen“, so Markus Terodde auf dem Fachtag im September. „Das kann man nicht verordnen, dafür muss man werben und man muss auch jedem Beteiligten seine Rolle geben.“

Das gelang in der StädteRegion Aachen. Für Wilhelm Grafen, Geschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, spielten dabei vor allem die sogenannten „Denkwerkstätten“ eine wichtige Rolle: 2012 kamen relevante Akteure, wie Kammern, Universitäten, Schulaufsicht, DGB zusammen und stellten im Rahmen dieser Werkstätten Überlegungen an, wie man das neue Übergangssystem strukturell auf die Beine stellen könnte und welche Partner und Kooperationsmodelle dafür notwendig sind.

Dabei sollte nicht alles neu erfunden werden. Der bereits vor der Landesinitiative existierende Beirat Schule-Beruf-Studium ist das strategische Steuerungsgremium der Kommunalen Koordinierung. Das zweimal im Jahr tagende Gremium hat die Aufgabe, die Weiterentwicklung von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ zu beraten und Umsetzungsschritte zu beschließen. Den Vorsitz übernehmen gemeinsam die untere Schulaufsicht und die Agentur für Arbeit. In der viermal jährlich tagenden Steuergruppe Schule-Beruf-Studium unter Vorsitz der IHK werden die Entscheidungen für den Beirat vorbereitet. Die operative Ebene besteht aus den Facharbeitsgruppen, die sich entsprechend der Handlungsfelder Berufliche Orientierung (FAG I), Systematisierung des Übergangs (FAG II) und Duale Ausbildung (FAG III) gliedern. Die aus ESF-Landesmitteln geförderte Kommunale Koordinierungsstelle im Bildungsbüro koordiniert als zentrale Schaltstelle die Umsetzung der Landesinitiative vor Ort und ist wichtige inhaltliche Impulsgeberin. Gemeinsam mit Partnern hat sie eigene Projekte initiiert wie gemeinsam mit dem Jobcenter das Projekt „Respekt 2.0!“ (s. G.I.B. Info 1_2019), das sich an von allen Hilfesystemen entkoppelte Jugendliche richtet. Zum Schuljahresbeginn 2019/20 startete in Kooperation mit der Walther-Blüchert-Stiftung in drei Berufskollegs der StädteRegion
Aachen das Projekt „Was geht!“, das Schülerinnen und Schüler mit weniger güns­tigen Startvoraussetzungen aber deutlichen Potenzialen und Stärken fördert. „Durch die Verortung der Kommunalen Koordinierungsstelle im Bildungsbüro ist „Kein Abschluss ohne Anschluss“ in der StädteRegion gut in das gesamte Bildungsnetzwerk integriert und es können Synergien zu anderen Handlungsfeldern, wie zum Beispiel der MINT-Förderung genutzt werden“, stellt Dr. Sascha Derichs fest.

Die standardisierte berufliche Orientierung nach „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ist mittlerweile an allen 60 weiterführenden Schulen in der StädteRegion Aachen etabliert. Der Lenkungskreis der Bildungsregion Aachen veröffent­licht regelmäßig statistische Daten zu seinen Handlungsfeldern, so auch zu „Kein Abschluss ohne Anschluss“1. Demnach wurden 2017 12.331 Schülerinnen und Schüler mit Angeboten der Landesinitiative erreicht. Das waren 93 Prozent der Jugendlichen in den Jahrgangsstufen 8 bis 10. Damit ist der Prozentsatz seit 2013 (35,7 %) kontinuierlich gestiegen. Ergänzend befragt das Bildungsbüro jährlich die Schülerinnen und Schüler der Schulabgangsklassen unter anderem zum Übergang Schule – Beruf. Zwar sagten 2019 noch 18 Prozent der Schülerinnen und Schüler in den Abschlussklassen, dass sie sich nicht gut für die Zukunft vorbereitet fühlen, gleichzeitig gaben aber 86 Prozent an, konkrete Zukunftspläne für den Übergang zu haben.

Als Hochschulstandort hatte die StädteRegion Aachen von Beginn an die Studienorientierung im Blick. Bereits die Namensgebung der Gremien, nämlich „Beirat Schule-Beruf-Studium“ und „Steuergruppe Schule-Beruf-Studium“, macht das deutlich. Auch wurde eine Facharbeitsgruppe Berufs- und Studienorientierung für die Bereiche Sek. I und Sek. II eingerichtet. Um einen Überblick über die zahlreichen Aktivitäten zum Übergang von der Schule in den Beruf oder in ein Studium und eine Ordnung zu schaffen, entwickelten Vertreterinnen und Vertreter der Schulen (Sek. II), der RWTH und der FH Aachen, der Agentur für Arbeit und der Wirtschaft als Mitglieder der Facharbeitsgruppe mit Unterstützung der Kommunalen Koordinierungsstelle einen Leitfaden für die berufliche Orientierung in der Sekundarstufe II ein Curriculum und den „Kompass Berufs- und Studienorientierung“. Der „Kompass Berufs- und Studienorientierung“ stellt dar, welche Akteure zu welchem Zeitpunkt welche Inhalte zur Orientierung an Schülerinnen und Schüler weitergeben sollen, ergänzt um einen optimalen zeitlichen Ablauf. Er ist drei­gliedrig aufgebaut und zeigt für jede Jahrgangsstufe Angebot, Platzierung, Lernziel, Ansprechpartner und Links zu weiteren Informationen. Mit dem „Fahrplan Berufs- und Studien­orientierung“, dem sogenannten „BuS-Fahrplan“, wurde gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern außerdem eine Übersicht des Prozesses der beruflichen Orientierung in Schulen entwickelt, der sich gezielt an Jugendliche richtet (www.staedteregion-aachen.de, Fahrplan Berufs- und Studienorientierung).

Einen weiteren Fokus legt die StädteRegion Aachen auf die Systematisierung des Übergangs von der Schule in den Beruf, ein weiteres Handlungsfeld der Landesinitiative. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Jugendberufsagentur, in der die drei Rechtskreise SGB II (Jobcenter), III (Agentur für Arbeit) und VIII (Jugendhilfe) rechtskreisübergreifend mit dem Ziel zusammenarbeiten, jeden Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit zu führen. Auf dieser Kooperationsplattform werden zum Beispiel die genannten Projekte „Respekt“ und „Was geht!“ umgesetzt.

Anfangs kritische Stimmen
 

Jürgen Rudig, seit zwei Jahren der Nachfolger von Wolfgang Müllejans im Amt des Schulamtsdirektors, gesteht ein, die Einführung von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ zunächst kritisch begleitet zu haben. Denn er kommt aus dem Bereich der Hauptschulen und diese hätten vor acht Jahren befürchtet, dass eine Ausweitung der Berufsorientierung auf alle Schulformen möglicherweise die Situation für die einzelne Hauptschule verschlechtern könnte. Heute stellt das Gesamtkonzept der beruflichen Orientierung gemäß der Landesinitiative für ihn aber ein „gewaltiges Konzept“ dar, das alle Schülerinnen und Schüler mitnimmt, auch solche, die einen besonderen Förderbedarf haben. Zwar hat es auch aus einigen Gymnasien anfangs kritische Töne gegeben, Andreas Haupts, StuBO am Gymnasium Baesweiler und Sprecher der StuBOs der Gymnasien in der StädteRegion, hat allerdings persönlich eine andere Erfahrung gemacht. An seinem Gymnasium habe man die Landesinitiative als willkommenen Anlass gesehen, mehr als bis dahin für die Berufsorientierung an dieser Schulform zu tun.

Hilfreich ist es da, dass sich auch die Hochschulen mit ihren Angeboten zur Studienorientierung in „Kein Abschluss ohne Anschluss“ einbringen, so wie die RWTH Aachen. Dr. Mandana Biegi, Leiterin Studienberatung der RWTH Aachen, begrüßt es, dass sie in den für „Kein Abschluss ohne Anschluss“ in der StädteRegion Aachen zuständigen Entscheidungsgremien vertreten ist. Die Studienberatung, die es schon vor der Landesinitiative gab, sei „ergebnisoffener“ geworden. Das bedeutet, dass sie sich nicht nur auf die Studiengänge bezieht, die an den Aachener Hochschulen möglich sind, sondern auch auf die Studiengänge anderer Hochschulen verweist, mit denen sich die RWTH Aachen gut vernetzt hat. „Unser Selbstverständnis ist, dass jede Schülerin und jeder Schüler zumindest auf der ersten Ebene der Information ein gutes Angebot von uns bekommt.“

Auch die neun Berufskollegs in der StädteRegion Aachen mit insgesamt fast 19.000 Schülerinnen und Schülern sind als weiterführende Schulen von Beginn an in „Kein Abschluss ohne Anschluss“ eingebunden. „Ich denke unser Know-how in dem Bereich berufliche Orientierung konnten wir gewinnbringend in den Umsetzungsprozess einbringen“, sagt Ingrid Wagner, Leiterin des Berufskollegs Simmerath/Stolberg und Vertreterin aller neun Berufskollegs in den zuständigen Gremien.

Für Ingrid Wagner ist der wichtigste Fortschritt im Rahmen von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ die Netzwerkarbeit. Dadurch, dass immer mehr Akteure eingebunden wurden, und durch den damit einhergehenden intensiven Austausch, seien viele Dinge möglich. „Viele Kooperationen wären nicht zustande gekommen, wenn man durch das Netzwerk nicht den schnellen, direkten Weg hätte beschreiten können.“ Auch für die Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf seien, etwa mit der Produktionsschule, neue Möglichkeiten geschaffen worden.
Und so sieht das auch Dr. Sascha Derichs: „Alle Akteure haben ein besseres Verständnis für die Arbeit der anderen Partner gewonnen. Durch die gemeinsame Arbeit lernt man die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen der Partner kennen. Durch den persönlichen Kontakt zwischen oft sehr unterschiedlichen Akteuren werden Kooperationen erleichtert.“

Aber noch einmal zurück zum Anfang. Wie kam es, dass die Städteregion eine Vorreiterrolle bei der Einführung von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ übernahm? „Dass die StädteRegion Aachen als Referenzkommune ausgewählt wurde, hatte damit zu tun, dass alle in der Berufsorientierung engagierten Akteure die Kinder und Jugendlichen der Region bereits vor der Landesinitiative besonders gut versorgt haben und das Land von daher auf die Ideen und die Kreativität der Region bei der Auswahl der sieben Referenzkommunen nicht verzichten wollte“, so Wilhelm Grafen von der Handwerkskammer selbstbewusst. „Für uns hatte sich im Laufe der Zeit allerdings gezeigt, dass die Strukturen, die die Region nur fragmentarisch abbilden konnten, letztlich nicht mehr ausreichten.“ Zwar sei die Einführung des Berufsorientierungsprogramms (BOP) im Jahr 2008, das drei Tage Potenzialanalyse und zehn Tage Berufsfelderkundung in fünf bis acht Berufen beinhaltete und etwas später das Programm STARTKLAR!, mit dem in den Klassen 9 und 10 Praxiskurse Einzug in die Berufsorientierung hielten, wichtige Schritte nach vorn gewesen. „Aber die Handwerkskammer war gemeinsam mit den Trägern trotzdem der Meinung, dass noch etwas fehlte und der nächste Schritt kommen müsse. Von daher war es sehr wichtig, dass man das Thema Berufs­orientierung landesweit und allgemeinverbindlich systematisiert und damit auf die nächste Ebene gehoben hat“, so Wilhelm Grafen.

Ziel: einheitliche Datenplattform
 

Dass man damit noch nicht am Ende der Entwicklung angekommen ist, verdeutlicht Stefan Graaf, Geschäftsführer des Jobcenters StädteRegion Aachen: „Jedes fünfte Kind in der StädteRegion lebt in einem SGB II-Haushalt. Von den rund 15.000 arbeitslosen Menschen in der Region haben 73 Prozent keinen Bildungsabschluss. Obwohl schon sehr viel Gutes passiert ist, müssen wir daher überlegen, wie wir „Kein Abschluss ohne Anschluss“ präventiv noch wirkungsvoller gestalten können.“ Das Jobcenter könne zwar durch das entstandene Netzwerk schon besser flankierend eingreifen, aber es gebe noch Luft nach oben. Stefan Graaf wünscht sich zum Beispiel, einfacher und unbürokratischer helfen zu können. „Ein großes Problem in der konkreten Fallarbeit ist schlicht und ergreifend der Datenschutz. Das ist das Thema, das den Kollegen in allen Institutionen die konkrete Arbeit erschwert.“ Dem pflichtet auch die Bereichsleiterin der Agentur für Arbeit, Jutta Schmid, bei. Ein Wunsch bei der Weiterentwicklung der Landesinitiative ist für sie deshalb eine einheitliche Datenplattform, auf die die verschiedenen Play­er, sei es die Berufsberatung, das Jugendamt oder die Schule, gemeinsam Zugriff haben und so ganz konkret und pragmatisch zusammenarbeiten könnten.

Und das ist nicht das einzige Thema, dass die Verantwortungsgemeinschaft in der Region in Zukunft beschäftigen wird. So hat man zum Beispiel erkannt, dass es gilt, Eltern und das soziale Umfeld der Jugendlichen noch stärker in den beruflichen Orientierungsprozess einzubinden. Dazu plant die Kommunale Koordinierungsstelle zusammen mit allen Akteuren Workshops, in denen erarbeitet wird, wie das gelingen kann.

„Als Experten vor Ort wissen wir auch um die Lage auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, und insbesondere um den Übergangsbereich in der Region“, so Dr. Sascha Derichs. „Gerade dieses Feld ist für uns von besonderem Interesse. Da „Kein Abschluss ohne Anschluss“ für die Schulen zunehmend zur Routine wird, können wir als Kommunale Koordinierungsstelle frei werdende Ressourcen gezielt in anderen Bereichen einsetzen.“

Ja, es gibt nach acht Jahren „Kein Abschluss ohne Anschluss“ in der StädteRegion Aachen durchaus Grund zu feiern, und, nein, die Akteursgemeinschaft ruht sich nicht auf den erreichten Erfolgen aus.


1Bildung in Zahlen 2018 – Analysen, Projekte und Perspektiven, Herausgeber: Lenkungskreis der Bildungsregion Aachen

Ansprechpersonen in der G.I.B.

Björn Duggen
Tel.: 02041 767274
b.duggen@gib.nrw.de

Sören Ellerbeck
Tel.: 02041 767171
s.ellerbeck@gib.nrw.de

Kontakt

Dr. Sascha Derichs
(Leitung Kommunale Koordinierung und Bildungsbüro)
Kommunale Koordinierungsstelle
Übergang Schule-Beruf-Studium
Zollernstraße 16, 52070 Aachen
Tel.: 0241 51984309
kommunalekoordinierung@staedteregion-aachen.de
sascha.derichs@staedteregion-aachen.de

Autor

Frank Stefan Krupop
Tel.: 02306 741093
frank_krupop@web.de
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