Sie sind hier: Startseite Heftarchiv 2019 Armutsbekämpfung und Sozialplanung in Nordrhein-Westfalen

Integrierte und strategische Sozialplanung als Instrument der Armutsbekämpfung

(Heft 4/2019)
Das Thema Armut in Deutschland rückt seit einigen Jahren zunehmend in den öffentlichen Fokus. Regelmäßig legen Berichte und Stellungnahmen unterschiedlicher Institutionen dar, dass die Zahl der armen Menschen in Deutschland ansteigt, obwohl sich die wirtschaftliche Situation des Landes insgesamt verbessert. Besonders auffällig dabei: Die Armut in den Regionen ist sehr unterschiedlich verteilt. Neben den regionalen Disparitäten gibt es auch erhebliche Unterschiede innerhalb der einzelnen Städte und Gemeinden. Der „Sozialbericht NRW 2016“ zeigt, dass die räumliche Verteilung von SGB II-Beziehenden innerhalb der Kommunen wesentlich ungleichmäßiger ist als zwischen den Kommunen in Nordrhein-Westfalen (vgl. Sozialbericht NRW 2016: 89).

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Interview mit Dr. Andreas Kletzander, Christian Schönenberg und Christine Roddewig-Oudnia

„Um die konkreten Bedarfe der Menschen zu erkennen, müssen wir in die Quartiere gehen“

(Heft 4/2019)
In Wuppertal ist die Armutsquote von Kindern und Jugendlichen hoch: Sie beträgt stadtweit 30 Prozent. In vielen Quartieren liegt sie sogar bei über 40 Prozent. Im G.I.B.-Interview erläutern Dr. Andreas Kletzander, Vorstand für Arbeitsmarkt und Kommunikation, und Erik Christian Schönenberg, Fachkraft Referat „Wirtschaft und Projekte“ vom Jobcenter Wuppertal, sowie Christine Roddewig-Oudnia, Leiterin des Ressorts „Kinder, Jugend und Familie – Jugendamt“ bei der Stadt Wuppertal, die Strategie von Jobcenter und Jugendamt beim Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Charakteristisch für sie sind die ressort­übergreifende Zusammenarbeit und die aufsuchende Arbeit im Quartier, die große Bedeutung von Partizipation als Voraussetzung für das Gelingen präventiver Aktivitäten und der Einbezug der lokalen Ökonomie. Die komplexe Strategie erweist sich als Gewinn für die Betroffenen, und von der mit ihr erzeugten Gemeinwohl-Rendite profitiert die gesamte Stadtgesellschaft.

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Ein Gespräch mit Luidger Wolterhoff, Sozialdezernent der Stadt Gelsenkirchen

„Mit Präventionspolitik den Kampf gegen Armut gewinnen“

(Heft 4/2019)
G.I.B.: Herr Wolterhoff, vor Kurzem hat die Bertelsmann-Stiftung in einer Studie Gelsenkirchen als die ärmste Stadt Deutschlands identifiziert. Was ging Ihnen als Sozialdezernent, als kommunalem Verantwortungsträger durch den Kopf, als Sie am nächsten Tag Schlagzeilen in der Presse lasen wie „Von der stolzen Industriestadt zum Sozialfall“ oder „Jeder vierte Gelsenkirchener ist auf Stütze angewiesen“?

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Erstes Familienzentrum an einer Grundschule: Das Familienzentrum an der Sternschule in Gelsenkirchen

Fäden spannen und ein Netzwerk daraus machen

(Heft 4/2019)
Vor fünf Jahren wurde an der Sternschule in Gelsenkirchen das erste Familienzentrum an einer Grundschule eingerichtet. Eine Premiere nicht nur für die Ruhrgebietsstadt, sondern für ganz Nordrhein-Westfalen. Welche besonderen Herausforderungen gehen mit dem Modell „Schule als Familienzentrum“ einher und hat sich die Idee bewährt?

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Ein Gespräch mit Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, über Altschulden, Armut und Arbeitslosigkeit

„Wir müssen unsere Kräfte bündeln“

(Heft 4/2019)
Der finanzielle Handlungsspielraum der Kommunen bei der Armutsbekämpfung ist begrenzt. Die Gesamtverschuldung der Stadt Essen zum Beispiel beträgt mehr als 3,2 Milliarden Euro. Deshalb fordern 70 Mitgliedskommunen des Bündnisses „Für die Würde unserer Städte“, darunter die Stadt Essen, „Gerechtigkeit und daher eine gemeinsame Problemlösung von Bund, betroffenen Ländern und uns Kommunen“. In einer Pressemitteilung der Stadt bezeichnet Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen „die von der Landesregierung angedachten Lösungen für die Altschuldenproblematik eine wichtige Hilfe für Investitionen und vor allem die Zukunftsfähigkeit der betroffenen Kommunen“. Trotz finanzieller Notlage engagiert sich die Stadt Essen im Kampf gegen Armut. Niedrigschwellige Ansätze, Teilhabe, (Re-)Integration in die Gesellschaft sowie die Zusammenarbeit der verantwortlichen Akteure der Stadt, der Rechtskreise und der Träger spielen dabei eine zentrale Rolle.

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Interview mit Markus Fischer

„Maßnahmen werden dort initiiert, wo es bedarfsmäßig auch wirklich passt und sinnvoll ist“

(Heft 4/2019)
Armutsbekämpfung und Sozialplanung auf Kreis­ebene in einem ländlichen Raum: Interview mit Markus Fischer, Sozialdezernent des Rheinisch-Bergischen Kreises.

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Die Fabido-Kita Bornstraße in Dortmund, Trägerin des Deutschen Kita-Preises 2019

Kinder stark machen für ihren Weg in die Zukunft

(Heft 4/2019)
Dass eine sehr gute Unterstützung für Kinder im Kindergartenalter und deren Familien auch in einem „nicht ganz einfachen“ Umfeld möglich ist, beweist die Fabido-Kita Bornstraße in der Dortmunder Nordstadt. Gemeinsam mit dem Netzwerk INFamilie Hannibal- und Brunnenstraßenviertel hat sie den Deutschen Kita-Preis 2019 in der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung“ gewonnen.

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Beispielgebendes Präventionsprojekt gegen Kinder- und Jugendarmut

Über den „Dormagener Weg“ in Ausbildung und Beruf

(Heft 4/2019)
Hilfe bei der Bewerbungsmappe bis hin zu mehrjähriger Begleitung: Bildungsträger und Kommune in Dormagen spannen seit 2012 ein engmaschiges Netz zur Unterstützung junger Menschen. Das Angebot fügt sich in das Präventionsprogramm der Stadt ein und ist mit der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ verknüpft.

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Jugend und Beruf[mehr]

Stolz darauf, wie es in der StädteRegion Aachen läuft

Seit acht Jahren beteiligt sich die StädteRegion Aachen an der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Als eine von sieben Referenzkommunen ist die StädteRegion von Anfang an dabei. Hochmotivierte Akteure haben es geschafft, zu einer gut vernetzten Verantwortungsgemeinschaft zusammenzuwachsen und so in der StädteRegion ein für alle Kinder und Jugendliche verbindliches und regional abgestimmtes System des Übergangs von der Schule in den Beruf ab der achten Klasse zu organisieren. Das Engagement vieler Beteiligter wurde im Rahmen eines Fachtages am 11.September 2019 gewürdigt.
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Wege in Arbeit[mehr]

Jungen Menschen in besonderer Notlage helfen

Nachhaltig junge Menschen an den Arbeitsmarkt heranführen: Mit dem Projekt „Take Off U 25“ und drei gesondert geschaffenen Stellen im Jobcenter will der Kreis Unna entkoppelten Jugendlichen neue Perspektiven eröffnen.
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Arbeitsgestaltung und Fachkräftesicherung[mehr]

„Wir müssen die Herausforderungen der Digitalisierung gemeinsam angehen“

Genau wie der Rest der Welt steht auch Flandern einem radikalen technologischen Wandel gegenüber. Denn die Digitalisierung wirkt sich auf sämtliche Bereiche der Gesellschaft aus: wie wir leben, arbeiten, produzieren und konsumieren und wie wir mit Freiheit und Sicherheit umgehen. Dieser Umbruch wird voraussichtlich viel weitreichender, schneller und komplizierter als alles, was unsere Gesellschaft bisher durchlaufen hat. Umso stärker kommt es darauf an, dass Regionen und Länder diese Herausforderung gemeinsam angehen und Informationen und Wissen untereinander weitergeben.
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Themenübergreifend[mehr]

„Das Optimum finden für die Menschen, für die wir da sind!“

G.I.B.: Frau Ramb, Sie leiten seit dem Jahr 2018 die Abteilung „Arbeit und Qualifizierung“ im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nord­rhein-Westfalen. Ihrer beruflichen Vita ist zu entnehmen, dass Sie gleich nach Ihrem zweiten juristischen Staatsexamen in die Politik gegangen sind. Sie haben zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundestag für die heutige Präsidentin des bayerischen Landtags Ilse Aigner gearbeitet, waren anschließend Pressesprecherin der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin und später Abteilungsleiterin bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Berlin und dort zuständig für den Bereich „Arbeitsmarkt“. Woher kommt Ihr Interesse an Politik und hier speziell an Arbeitspolitik?
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