Sie sind hier: Startseite Heftarchiv 2019 Neue Chancen für entkoppelte junge Menschen
Vom System entkoppelte junge Menschen

Draußen vor der Tür

(Heft 1/2019)
Seit einigen Jahren haben Wissenschaft und Politik ihr Augenmerk verstärkt auf „entkoppelte Jugendliche“ gelenkt. Gemeint sind damit tausende junger Menschen zwischen 15 und 27 Jahren in Deutschland, die aus sämtlichen institutionellen Kontexten herausgefallen sind, sich also weder in Schule, Ausbildung oder Erwerbsarbeit befinden noch Leistungen der sozialen Sicherung in Anspruch nehmen. Nordrhein-Westfalen reagierte mit landesgeförderten Modellprojekten, die neue Konzepte bei der Arbeit mit entkoppelten jungen Menschen entwickelt haben. Auch der Bund legte ein entsprechendes Programm auf. Die Erfolge haben den Gesetzgeber veranlasst, den niederschwelligen und aufsuchenden Ansatz der Projekte in das Regelsystem zu integrieren.

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Interview mit Dr. Karen Brems (BMAS)

„Geradezu revolutionär an § 16 h SGB II ist, dass die Hilfe nicht erst dann greift, wenn bereits ein Anspruch auf Arbeitslosengeld II gegeben ist“

(Heft 1/2019)
Dr. Karen Brems, Referat „Leistungen zur Aktivierung und Eingliederung im SGB II“ im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

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Wie Jobcenter mit Projekten nach § 16 h SGB II abgehängte Jugendliche erreichen

Schwer erreichbar, aber nicht verloren

(Heft 1/2019)
Mit der Aufnahme des Paragrafen 16 h in das SGB II hat der Gesetzgeber im August 2016 auf die Herausforderungen reagiert, die sich bei der sozialen und beruflichen Integration schwer zu erreichender junger Menschen ergeben. Neu daran: Es können nicht nur junge Menschen, die SGB II-Leistungen beziehen, gefördert werden, sondern auch solche, die aktuell oder in Zukunft Leistungen beziehen könnten. Auch was die Ausgestaltung von Projekten angeht, lässt § 16 h den Jobcentern mehr Freiheiten als gewohnt. Das ermöglicht ihnen neue Ansätze, die mittlerweile auch in interessante Projekte gemündet sind.

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Modellprojekte „Chance Zukunft“ und „BergAuf!“

Neue Perspektiven für entkoppelte junge Menschen

(Heft 1/2019)
Mit den vom Land Nordrhein-Westfalen und ESF-Mitteln geförderten Modellprojekten „Chance Zukunft“ und „BergAuf!“ ist es gelungen, arbeitsmarktferne junge Menschen zu erreichen und durch niedrigschwellige, individuelle Begleitung für Schule, Ausbildung oder Arbeit zu gewinnen. Umgesetzt hat das Modellprojekt „Chance Zukunft“ zwischen 2015 und 2018 ein Verbund der Berufsbildungswerke in Nordrhein-Westfalen unter finanzieller Beteiligung von insgesamt 28 Jobcentern. Nahezu parallel dazu erprobte die Kreisstadt Bergheim den Ansatz „BergAuf!“. Die fachliche Begleitung der Projekte wurde durch die G.I.B. geleistet. Mit dem Paragrafen 16 h SGB II setzen viele Jobcenter das Modell jetzt fort.

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StädteRegion Aachen startet Nachfolgeprogramm

Auf RESPEKT folgt RESPEKT 2.0

(Heft 1/2019)
Von 2015 bis Ende 2018 förderte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) das Bundesprogramm RESPEKT. Seine Zielsetzung war es, junge Menschen, die sozial benachteiligt oder individuell beeinträchtigt sind und es ohne Unterstützung nicht schaffen, eine schulische und berufliche Bildung zu erlangen, um ins Arbeitsleben einzumünden, an bestehende Hilfeangebote der Sozialgesetzgebung heranzuführen. Das Bundesprogramm sollte hilfreiche Hinweise für die Schaffung eines Regelangebots für schwer zu erreichende junge Menschen im SGB II liefern und dieses „nach unten“ in Richtung psychosozialer, lebensweltlicher und pädagogischer sowie aufsuchender Handlungsansätze öffnen.

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Kölner Projekt unterstützt psychisch labile Menschen bis 27 Jahre

Plan 27: Individuelle Hilfe für junge Menschen

(Heft 1/2019)
Um junge Menschen zu erreichen, die sich aufgrund psychischer Probleme zurückziehen und deshalb nicht in der Lage sind, einen geregelten Alltag zu führen und wichtige Entwicklungsschritte in schulischer oder beruflicher Hinsicht zu gehen, hat die Stadt Köln im Jahr 2017 das mit Landesmitteln und Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekt „Plan 27“1 ins Leben gerufen. Erklärtes Ziel ist es, diese jungen Menschen nicht verloren zu geben, Kontakt zu ihnen aufzubauen, ihre Probleme anzugehen und ihnen eine Lebensperspektive zu eröffnen.

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Wege in Arbeit[mehr]

Inklusion durch Digitalisierung

Die Digitalisierung der Arbeit birgt Vor- und Nachteile für Menschen mit Behinderungen. Um mit der fortschreitenden Technik Schritt zu halten, setzen Unternehmen wie der wertkreis Gütersloh gGmbH für die Beschäftigten auf spezielle digitale Assistenzsysteme. Das Fraunhofer-Institut in Lemgo unterstützt bei der Entwicklung von Prototypen. Das dahinterstehende Prinzip eröffnet auch anderen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligten Zielgruppen neue Perspektiven.
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Arbeitsgestaltung und Fachkräftesicherung[mehr]

Wenn der Chef in die Rolle des Mentees schlüpft

Junge Menschen bewegen sich wie selbstverständlich in der digitalisierten Welt. Das können sich Unternehmen zunutze machen, indem sie dem Nachwuchs frühzeitig eine verantwortliche Rolle bei der digitalen Transformation von Arbeitsabläufen zuweisen. Das Projekt „Mentoring 4.0“ fördert den Austausch zwischen Jungen und Erfahrenen über altersgemischte Teams – zum Beispiel bei der Konrad Armaturentechnik GmbH.
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Themenübergreifend[mehr]

„Es genügt nicht, nur die technischen Möglichkeiten zu sehen, sondern wir müssen immer reflektieren, worin ihre Sinnhaftigkeit liegt“

Dr.-Ing. e. h. Ranga Yogeshwar, Diplom-Physiker, arbeitete zwei Jahrzehnte lang als Wissenschaftsredakteur beim WDR in Köln. Er entwickelte und moderierte zahlreiche Sendungen, darunter „Quarks & Co“. In seinem Buch „Nächste Ausfahrt Zukunft, Geschichten aus einer Welt im Wandel“ schreibt er über die digitale Revolution, Fortschritte in der Gentechnik und Entwicklungen der künstlichen Intelligenz. Darin heißt es: „Wir erfahren derzeit eine epochale Umbruchphase so wie einst, als das Mittelalter durch die Renaissance abgelöst wurde oder die Moderne das Bürgertum erschütterte. Doch oft betrachten wir das Neue mit alten Augen und verkennen, dass der Fortschritt uns selbst verändert.“
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