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(Heft 1/2011)
Fakt oder Fata Morgana?

Fachkräftemangel

Deutschland streitet seit einiger Zeit wieder engagiert über den Fachkräftebedarf. Haben wir schon einen akuten Fachkräfteengpass oder einen erst zukünftig zu erwartenden Fachkräftemangel? Wenn ja, in welchen Bereichen und in welcher Größenordnung?

Experten aus Ökonomie und Arbeitsmarktforschung äußerten sich in jüngster Vergangenheit hierzu in unterschiedlicher Akzentuierung und mit Verweis auf unterschiedliche Indikatoren und Quellen. Gerade die Unternehmensverbände warnen, dass sich die Schere zwischen Angebot und Nachfrage von Fachkräften immer weiter zu Ungunsten des Angebots entwickelt und damit in bestimmten Tätigkeitsbereichen die Fachkräftelücken bedrohlich zunehmen. Hervorgehoben werden in diesem Zusammenhang vor allem die Ingenieurberufe, aber auch bei Facharbeiter- sowie bei Gesundheits- und Sozialberufen werden Engpässe gesehen bzw. befürchtet.

Aus der Vergangenheit wissen wir, dass die Klage über einen akuten oder drohenden Fachkräftemangel periodisch entlang des Konjunkturzyklus immer wieder zum Gegenstand der medialen und politischen Diskussion wird. Es sei erinnert an die vehement geführte Debatte über die „Informatikerlücke“ Ende der 1990er Jahre vor dem Hintergrund des Booms der New Economy. Auch damals schlug das Thema publizistisch und politisch hohe Wellen: „Green Card für Informatiker aus Indien!“ oder „Kinder statt Inder!“ Mit dem Platzen der „Multimedia-Blase“ und dem einsetzenden Konjunkturabschwung war die Debatte dann abrupt beendet. Sie lebte wieder auf, als mit dem Konjunkturaufschwung in den Jahren 2006 und 2007 die Nachfrage nach Arbeitskräften deutlich anstieg und die Suchaktivitäten der Unternehmen intensiviert werden mussten. Die Verhältnisse am Arbeitsmarkt kehrten sich um: wo gestern noch auf eine Stellenausschreibung bis zu 100 Bewerbungen eingingen, waren es auf einmal nur noch 20 oder 10 Bewerbungen. Sind die Klagen über einen „Fachkräftemangel“ vielleicht nur ein Indikator für eine Verschiebung der Gewichte am Arbeitsmarkt zu Ungunsten der Arbeitgeber?

Bei vielen am Thema Interessierten macht sich derweil ein Unbehagen breit. Wir wissen selbstverständlich, dass in den nächs­ten Jahren mit demografischen Veränderungen gerechnet werden muss, die auch das Arbeitskraftpotenzial beeinflussen werden, und zwar so, dass Rückgänge bei den Erwerbspersonen mit Fachqualifikationen wahrscheinlich sind. Gleichzeitig werden in den nächsten Jahren starke Alterskohorten an Fachkräften aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Vor diesem Hintergrund ist die Fachkräftesicherung natürlich eine zukünftige Herausforderung, die über Konjunkturphasen hinweg Bedeutung haben wird. Genau deshalb sind für die Arbeitsmarktpolitik aber empirisch fundierte Eckdaten notwendig, um rechtzeitig und in den richtigen Bereichen arbeitsmarktpolitische Flankierungen anbieten zu können. Im Nachfolgenden soll beleuchtet werden, welche Faktoren auf mögliche Knappheiten am Arbeitsmarkt einwirken und welche empirischen Erhebungen und Befunde derzeit verfügbar sind.

Wodurch entstehen Engpässe auf dem Arbeitsmarkt?
 

Grundsätzlich ist zunächst festzuhalten, dass ein Mangel oder ein Überangebot an Fachkräften sich analytisch aus zwei Komponentenbündel am Arbeitsmarkt bildet: den Angebots- und den Nachfragekomponenten (s. Abb. 1).


Auf der Angebotsseite bewirkt die Alterung der Erwerbsbevölkerung und ihre mittel- und langfristige Schrumpfung eine Verringerung des allgemeinen Erwerbspersonenpotenzials, d. h. desjenigen Bevölkerungsteils, der sich im arbeitsfähigen Alter von 15 bis 64 Jahren bzw. zukünftig 67 Jahren befindet. Dieser Trend führt mittel- und langfristig zu einer generellen Verknappung des Angebots an Arbeitskräften auf dem deutschen Arbeitsmarkt (s. Abb. 2). Darüber hinaus kann diese tendenzielle Verknappung dadurch verschärft werden, dass individuelle Qualifikationsentscheidungen dazu führen, dass sich zu wenige Auszubildende für stark nachgefragte Berufe im MINT- oder Gesundheitsbereich entscheiden und Studienberechtigte nicht in ausreichender Zahl ein Studium der Ingenieur- oder Naturwissenschaften aufnehmen. Dies kann die Anzahl der zur Verfügung stehenden Fachkräfte zusätzlich verringern.


Auf der Nachfrageseite kann sich demgegenüber aufgrund eines anhaltenden wirtschaftlichen, technischen und arbeitsorganisatorischen Strukturwandels eine tendenziell steigende Nachfrage der Unternehmen nach höher qualifizierten Erwerbstätigen in bestimmten Berufsfeldern ergeben, z. B. mit ingenieur- und naturwissenschaftlichem Kompetenzprofil. Neben anderen Faktoren wird die steigende Nachfrage insbesondere durch die starke Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft im Wettbewerb mit internationalen Konkurrenten sowie einen demografisch bedingten zunehmenden „Ersatzbedarf“ in bestimmten Berufsfeldern forciert.

Erst wenn man diese beiden Entwicklungen quantitativ nebeneinander stellt, erhält man ein abgesichertes Bild vom zukünftigen Arbeitsmarkt für Fachkräfte in Deutschland generell und – was weit wichtiger wäre – in einzelnen Arbeitsmarktregionen.

Während sich die Angebotskomponente noch vergleichsweise gut belegen lässt, stellt sich dies für die Nachfragekomponente schwieriger dar. Hier liegen keine entsprechend verlässlichen Zahlen vor, welche den zukünftigen Bedarf der Unternehmen an bestimmten Berufsqualifikationen fundiert untermauern könnten. Stattdessen wird immer wieder auf Unternehmensbefragungen verwiesen, die aber häufig nur die ganz spezifische Situation einiger weniger Unternehmen oder von kleineren Teilen vereinzelter Branchen und dazu noch in kurzfristiger Perspektive (ein bis zwei Jahre) widerspiegeln. Als hinreichend belastbare Grundlage zur Ermittlung eines Engpasses oder eines Mangels an Fachkräften können diese Aussagen und Zahlen nur dann herangezogen werden, wenn ihre Repräsentativität belegt ist und die Stichprobe so groß ist, dass auch empirisch gesicherte Differenzierungen hinsichtlich Wirtschaftszweigen/Berufsfeldern und Regionen möglich sind.

Wann spricht man überhaupt von einem Fachkräfteengpass bzw. einem Fachkräftemangel? Fachkräfteengpässe resultieren – wie Arbeitskräfteengpässe im Allgemeinen – aus Marktunvollkommenheiten des Arbeitsmarktes. Hierfür kann es unterschiedliche Gründe geben: Potenziellen Bewerbern fehlen die Informationen über bestehende Stellenangebote, Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage können regional auseinanderfallen und wegen mangelnder Mobilität nicht zusammenfinden oder die Vorstellungen über die allgemeinen Arbeitsbedingungen (bspw. Entlohnung, Urlaub oder Arbeitszeitregelungen) verhindern den Abschluss eines Arbeitsvertrages.

Diese Engpässe bilden sich regional und sektoral immer wieder heraus, insbesondere in der Konjunkturphase des Aufschwungs und führen zu einer Verlängerung der Stellenbesetzungszeiten. Diese Engpasssituationen können sich kurzfristig wieder auflösen, entweder über eine größere Markttransparenz oder über Marktprozesse, in denen der Preis der Arbeit den Ausgleich von Angebot und Nachfrage regelt. Dieses Auftreten von temporären Matchingproblemen wird von Unternehmen und Verbänden oftmals schon als akuter „Fachkräftemangel“ interpretiert und medial entsprechend transportiert. Demgegenüber muss aber festgehalten werden, dass ein Fachkräftemangel und damit ein grundlegendes Strukturproblem erst dann vorliegt, wenn:

  • die Qualifikationen der Arbeitskräfte grundsätzlich von den Qualifikationsanforderungen der Betriebe abweichen (qualifikatorischer Mismatch) und
  • ein genereller Nachfrageüberschuss an Fachkräften besteht, der durch vorhandene Bewerber absolut nicht gedeckt werden kann. In diesem Fall ergeben sich nicht nur einzel-, sondern auch gesamtwirtschaftlich Probleme, da Wertschöpfungsprozesse unterbleiben müssen.


Wie sehen vor diesem Hintergrund nun die empirischen Befunde hinsichtlich Fachkräfteengpass bzw. Fachkräftemangel aus?

Empirische Befunde
 

Vor einigen Monaten machte das DIW mit einer Studie1 Schlagzeilen, die sich zum Ziel gesetzt hatte, Indizien zu finden, die auf einen Fachkräftemangel hindeuten könnten. Das Ergebnis lautete, „auch in den nächs­ten fünf Jahren ist angesichts stark gestiegener Studentenzahlen noch nicht damit zu rechnen, dass in technisch-naturwissenschaftlichen Berufsfeldern ein starker Engpass beim Arbeitskräfteangebot eintritt.“ Damit lag das DIW jenseits des Mainstreams, und das Ergebnis wurde heftig bestritten. Wie ist dies zu bewerten?

Die Studie deckt nur einen Teilbereich des Arbeitsmarktes ab (Facharbeiter und Ingenieure), vernachlässigt also z. B. die Gesundheits- und Sozialberufe, und argumentiert mit Indikatoren, die nur bedingt etwas über Fachkräftemangel aussagen (die Lohnentwicklung in einzelnen Wirtschaftssektoren). Hinsichtlich des zukünftigen Ingenieurbedarfs stützt sich die Studie nur auf eine grobe Abschätzung des demografisch bedingten Ersatzbedarfes in den nächsten Jahren und auf eine Gegenüberstellung zur Zahl der derzeit Studierenden. Kurzum: die Studie liefert allenfalls – und das auch nur lückenhaft – Indizien dafür, dass es global und aktuell keine Mangelsituationen bei Fachkräften gibt. Wie sich die Situation aber in fünf oder zehn Jahren darstellen könnte und ob es nicht schon regionale Ungleichgewichte gibt, bleibt unbeantwortet.

Mit einem Fragezeichen zu versehen ist auch die These des Autors, dass „es kein wissenschaftliches Verfahren zur Quantifizierung von Fachkräftelücken gibt, da zu viele unbekannte Variablen auf der Angebots- und Nachfrageseite“ existieren. Die Modellrechnungen2 und die gesamtwirtschaftliche Stellenerhebung des IAB3 sowie die Berufsfeldprojektionen des BIBB/IAB4 zeigen dagegen schon, dass Angebots- und Nachfrageseite quantifiziert werden können. Allerdings ist es richtig, dass es in Deutschland lange Zeit versäumt wurde, ein auch regional desaggregiertes Arbeitsmarktmonitoring aufzubauen, welches auch die demografischen Rahmenbedingungen und die branchenbezogenen Entwicklungen abbildet. Erst mit der Einrichtung des lokalen Arbeitsmarktmonitors der Bundesagentur für Arbeit 2009 wurde dieser Weg beschritten und soll bis Ende 2011 um eine berufsfeldbezogene Projektionskomponente erweitert werden.

Da die monatlich veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) über die ihr bekannten offenen Stellen nur einen Ausschnitt der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsnachfrage darstellen, befragt das IAB in jedem Quartal eine repräsentative Auswahl von Betrieben und Verwaltungen zum gesamten Stellenangebot. Mit diesen Erhebungen können darüber hinaus Stellenbesetzungsvorgänge differenziert nachgezeichnet werden und die Probleme, die damit möglicherweise verbunden sind.

Die Befragung vom vierten Quartal 2009 ergab Folgendes: Nach einem starken Rückgang in den ersten Quartalen des Jahres 2009, hat sich der Arbeitskräftebedarf wieder stabilisiert und ist inzwischen deutlich angestiegen. Insbesondere für Erzieher, Altenpfleger und Sozialarbeiter (s. Abb. 3) wird in nächster Zeit ein steigender Bedarf erwartet. Dieser ist aber nicht zwangsläufig ein Zusatzbedarf, teilweise entsteht er durch hohe Fluktuationsraten in den einzelnen Berufen und wird nicht zuletzt durch die demografische Zusammensetzung der Belegschaften bestimmt. Vor allem in den Gesundheits- und Sozialberufen sowie in den Ingenieurberufen erwartet ein Großteil der Betriebe Engpässe für die kommenden drei Jahre. Dies impliziert aber nicht automatisch einen Fachkräftemangel, denn Letzterer wird auch von der weiteren Entwicklung des Arbeitsangebots in diesen Berufen bestimmt.5



Weitere Erhebungen und Analysen zur Entwicklung des Fachkräftebedarfs werden vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) vorgenommen: Der Qualifizierungsmonitor ist ein empiriegestütztes Monitoring zur Qualifizierungssituation in der deutschen Wirtschaft und beruht auf einer repräsentativen Befragung von rd. 1.800 Unternehmen in Deutschland.6

Der ebenfalls vom IW konzipierte Ingenieurmonitor erfasst speziell aktuelle Entwicklungen beim Fachkräftebedarf, -angebot und bei den -lücken im Ingenieur­segment differenziert nach einzelnen ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen sowie nach regionalen Arbeitsmärkten auf der Basis der monatlich erscheinenden Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA).7

Der Ingenieurmonitor ist interessant, weil er monatlich durch eine Gegenüberstellung von offenen Stellen in den Ingenieurberufen und den arbeitslos gemeldeten Ingenieuren Aussagen über die Knappheitssituationen am Arbeitsmarkt für Ingenieure erlauben soll. Umstritten ist allerdings die Methode der Hochrechnung der gemeldeten Stellen mittels eines Faktors von 7, der auf einer vom IW ermittelten Meldequote von 14,4 % bei den offenen Stellen in den Ingenieurberufen beruht und dazu führt, dass bspw. für NRW aktuell eine Ingenieurlücke von 9.300 Ingenieuren festgestellt wird.8 Auf der Basis der gesamtwirtschaftlichen Stellenerhebung des IAB kann dagegen für die Ingenieurberufe wahrscheinlicher eine Meldequote um die 30 % angenommen werden, sodass der Hochrechnungsfaktor für die gemeldeten Ingenieurstellen eher bei 3 anzusetzen wäre. Hier könnte es für die Zukunft hilfreich sein, wenn das IAB auf der Basis des IAB-Betriebspanels und der gesamtwirtschaftlichen Stellenerhebung berufs- bzw. berufsfeldspezifische Meldequoten ausweisen würde, um empirisch abgesicherte Hochrechnungen der gesamten Arbeitsnachfrage nach Berufen bzw. Berufsfeldern möglich zu machen.

Ein weiterer Schwachpunkt beim Ingenieurmonitor ergibt sich auf der Angebotsseite: Die Zahl der registrierten Arbeitslosen nach den Zielberufen erfasst nicht das gesamte arbeitsuchende Erwerbspersonenpotenzial in den einzelnen Berufen, da die Arbeitslosen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und die stille Reserve ausgeblendet bleiben. Demzufolge müsste auch die Angebotsseite um einen Faktor x hochgerechnet werden, um eine realistischere Abschätzung der Angebots-/Nachfrage-Relation für die Berufe vornehmen zu können. Auch hier besteht also noch Verbesserungsbedarf, der zum Beispiel durch Analysen der Mikrozensusdaten geschlossen werden könnte.

Fazit und Ausblick
 

Neben den demografischen Trends, die sich quantitativ beschränkend auf das Arbeitsangebot auswirken, bestehen weitere Anzeichen dafür, dass es zukünftig Probleme geben wird, den steigenden Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften adäquat zu decken. Die vorliegenden Studien zum Arbeitskräftebedarf nach Qualifikationsgruppen sind sich grundsätzlich einig, dass die Nachfrage nach Akademikern steigen wird. Bei Absolventen aus dem dualen Sys­tem wird ein in etwa gleichbleibender Bedarf erwartet, während die Nachfrage nach Geringqualifizierten weiter zurückgehen wird. Engpässe bei Fachqualifikationen sind mittelfristig wahrscheinlich, weil die nachkommenden Kohorten an gut ausgebildeten Erwerbstätigen im Vergleich zu den ausscheidenden Kohorten kleiner sein werden. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es allerdings im Moment schwer, diese allgemeinen Aussagen zur qualitativen Entwicklung des Arbeitsangebots und der Arbeitsnachfrage weiter auf die Ebene spezifischer Qualifikationen oder Berufe zu konkretisieren.

Im Moment eignet sich die Arbeitsmarktstatistik nur bedingt für eine Abbildung der berufsbezogenen Knappheitsrelationen auf dem Arbeitsmarkt. Grundsätzlich ist der Indikator Arbeitslose zu offenen Stellen durchaus geeignet, um Indizien für aktuelle Engpässe gerade auch auf regionalen Arbeitsmärkten zu liefern. Hierzu bedarf es einer kontinuierlichen Beobachtung der Relationen über die Zeit, um Trendverläufe und damit Risikogruppen identifizieren zu können. Zur Abschätzung der mittelfristigen Entwicklung – speziell auf regionalen Arbeitsmärkten – fehlen derzeit belastbare Daten und Analysen auf der Ebene von Berufsqualifikationen. Hier sind perspektivisch – hoffentlich – Verbesserungen zu erwarten, wenn die in Arbeit befindlichen Erweiterungen des lokalen Arbeitsmarktmonitors der BA abgeschlossen und öffentlich zugänglich sind.
 


  1. Karl Brenke, Fachkräftemangel kurzfristig noch nicht in Sicht in: Wochenbericht des DIW, Berlin, Nr. 46/2010
  2. Johann Fuchs und Gerd Zika, Arbeitsmarktbilanz bis 2025, Demografie gibt die Richtung vor, IAB-Kurzbericht Nr. 12, Nürnberg, Juni 2010; Hans-Uwe Bach, Hermann Gartner, Sabine Klinger, Thomas Rothe, Eugen Spitznagel; Die IAB-Prognose der kurzfristigen Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt, IAB-Forschungsbericht 5/2009, Nürnberg, 2009
  3. Markus Heckmann, Anja Kettner, Stephanie Pausch, Jörg Szameitat und Kurt Vogler-Ludwig, Wie Betriebe in der Krise Beschäftigung stützen, IAB-Kurzbericht Nr. 18, Nürnberg, September 2009; Markus Heckmann, Anja Kettner, Martina Rebien und Kurt Vogler-Ludwig; Stellenbesetzungen in Zeiten der Krise, IAB-Kurzbericht Nr. 23, Nürnberg, November 2010
  4. Robert Helmrich (Hrsg.); Gerd Zika (Hrsg.), Beruf und Qualifikation in der Zukunft, BIBB-IAB-Modellrechnungen zu den Entwicklungen in Berufsfeldern und Qualifikationen bis 2025, Bielefeld, 2010
  5. Markus Heckmann, Anja Kettner, Martina Rebien und Kurt Vogler-Ludwig; Stellenbesetzungen in Zeiten der Krise, IAB-Kurzbericht Nr. 23, Nürnberg, November 2010
  6. Dirk Werner, Dr. Michael Neumann, Dr. Vera Erdmann, Qualifizierungsmonitor – Empiriegestütztes Monitoring zur Qualifizierungssituation, Köln 2010
  7. Dr. Vera Erdmann/Dr. Oliver Koppel, Ingenieurarbeitsmarkt 2009/10, Berufs- und Branchenflexibilität, demografischer Ersatzbedarf und Fachkräftelücke, Köln 2009; Dr. Vera Erdmann/Dr. Oliver Koppel, Ingenieurmonitor – Fachkräftebedarf und -angebot nach Berufsordnungen und regionalen Arbeitsmärkten, Köln 2009
  8. Dr. Vera Erdmann/Dr. Oliver Koppel, Der Arbeitsmarkt für Ingenieure im Dezember 2010, Köln 2011

Abstract

Bei der Debatte um den Fachkräftemangel muss differenziert werden zwischen vorübergehenden Engpässen, die zur Verlängerung von Stellenbesetzungszeiten führen, und Fachkräftemangel, der auf einem absoluten Mangel an Bewerbern gründet. Auch die zeitliche Perspektive macht einen Unterschied: Sprechen wir über die aktuelle Arbeitsmarktlage oder über mittel- und langfristige Entwicklungen (5 – 20 Jahre). Vor allem in Bezug auf die mittelfristigen Entwicklungen bedarf es weiterer Verbesserungen in der Datengrundlage und in den Monitoringsystemen der BA.

Weitere Informationen

Broschüre der BA „Perspektive 2025 – Fachkräfte für Deutschland“: http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Sonstiges/Perspektive-2025.pdf

Projekt QUBE (BIBB und IAB legen hier eine Modellrechnung der zukünftigen Entwicklungen nach Qualifikation und Berufen vor): http://www.bibb.de/de/55226.htm

Gesamtwirtschaftliche Stellenerhebung des IAB:
http://www.iab.de/de/befragungen/stellenangebot.aspx

IAB-Betriebspanel:
http://www.iab.de/de/erhebungen/iab-betriebspanel.aspx

Autor

Andreas Mertens
Tel.: 02041 767-160
a.mertens@gib.nrw.de

 

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