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NRW inklusiv

Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt

(Heft 4/2020)
Menschen mit einer Behinderung, also – nach einer Definition der UN-Behindertenrechtskonvention – „Menschen mit langfristigen körperlichen, seelischen, geistigen oder Sinnesbeeinträchtigungen, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können“, sind am Arbeitsmarkt immer noch oft benachteiligt. Das will die nordrhein-westfälische Landesregierung ändern und verzeichnet viele Erfolge bei der Integration schwerbehinderter Menschen in den Arbeitsmarkt.

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Ein Interview mit Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für die Belange der Menschen mit Behinderung

„Barrieren in den Köpfen der Menschen müssen genauso abgebaut werden wie die Barrieren am Arbeitsplatz.“

(Heft 4/2020)
G.I.B.: Frau Middendorf, die UN-Behindertenrechtskonvention stellt klar, dass Menschen mit Behinderungen ein uneingeschränktes und selbstverständliches Recht auf Teilhabe besitzen – das gilt auch für die Teilhabe an Arbeit. Welche besondere Bedeutung hat in Ihren Augen hier die Inklusion in den allgemeinen Arbeitsmarkt?

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Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze“

Junge Menschen mit Behinderung: Ausbildung für den ersten Arbeitsmarkt

(Heft 4/2020)
Die Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung in Nord­rhein-Westfalen“, gefördert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds, wird flächendeckend in ganz Nord­rhein-Westfalen angeboten. Jährlich stehen bis zu 150 Teilnahmeplätze für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger mit Behinderung bereit. Für die Durchführung der Ausbildung im Rahmen der „Aktion 100“ sind Träger der beruflichen Bildung verantwortlich. Sie stehen den teilnehmenden Jugendlichen und den bei der Ausbildung mitwirkenden Betrieben mit Rat und Tat zur Seite. Lernorte sind die Betriebe, die Berufskollegs sowie die an der Aktion beteiligten Bildungsträger. Letztere beraten die Jugendlichen bei ihrer Berufswahl, schließen mit ihnen den Ausbildungsvertrag ab, stellen ihnen einen Ausbildungscoach an die Seite, koordinieren die Ausbildung an den verschiedenen Lernorten und führen individuellen Stütz- und Förderunterricht durch. So organisiert, gelingt es vielen Jugendlichen, eine duale Berufsausbildung zu absolvieren. Viele Teilnehmende werden von den Kooperationsbetrieben als Fachkraft übernommen.

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Ein Interview mit Detlef Schmitz, Managing Director Airways – DHL Airways GmbH, und Tanja Apholte, Inklusionsbeauftragte am DHL Airways HUB Flughafen Köln/Bonn

„Ich wollte zeigen, dass die Gesellschaft nicht verstanden hat, gewisse Qualitäten von Menschen richtig einzusetzen.“

(Heft 4/2020)
Menschen mit einer Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt integrieren – ein hehres Ziel, das immer noch zu selten erreicht wird; selbst bei Betroffenen, die hoch qualifiziert sind und besondere Fähigkeiten mitbringen, wie das bei vielen Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) oft der Fall ist. Dass die Beschäftigung dieser Menschen einen großen Gewinn für ein Unternehmen darstellen kann, beweist die DHL Airways GmbH am Flughafen Köln/Bonn. Vor fast zwei Jahren startete Managing Director Detlef Schmitz ein Projekt: In einer Abteilung, in der es auf höchste Genauigkeit ankommt, im Rahmen der Sicherheitskontrolle von Frachtgut für den Luftverkehr, bildete er eine Person mit Autismus aus und setzte sie dort auch ein. Menschen mit Autismus im Sicherheitsbereich – diese Vorstellung war zunächst auch für das Luftfahrt-Bundesamt als Zulassungsbehörde neu. Doch das Pilotprojekt war so erfolgreich, dass Detlef Schmitz mittlerweile eine neunköpfige Inklusionsabteilung gegründet hat.

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Großewinkelmann GmbH & Co. KG

„Unsere beeinträchtigten Mitarbeiter funktionieren wie ein Uhrwerk“

(Heft 4/2020)
Die Gründung einer Inklusionsabteilung kann Unternehmen einen Vorteil im Kampf um Fachkräfte bringen. Das zeigt das Beispiel der Großewinkelmann GmbH & Co. KG in Rietberg-Varensell. Zu den 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des mittelständischen Spezialherstellers für Stall- und Weidetechnik sowie Zäune und Tore zählen auch 12 Menschen mit Schwerbehinderung. Finanziell unterstützt durch das Programm des Landes Nordrhein-Westfalen „Integration unternehmen!“ bietet der Betrieb diesen Menschen heute eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt.

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Erfolgreiche Inklusion ist auch eine Frage der Haltung

Hotel Vivendi

(Heft 4/2020)
Im Seminar- und Tagungszentrum des Softwareherstellers Connext in Paderborn arbeiten 30 Mitarbeitende in Küche, Service, Housekeeping und Haustechnik. Das Besondere: die Hälfte hat ein Handicap.

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Ein Gespräch mit Christian Münch, Inklusionsberater bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK) zu Hagen

„Nicht in die soziale Verantwortungsfalle tappen!“

(Heft 4/2020)
G.I.B.: Herr Münch, Sie sind Inklusionsberater bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK) zu Hagen. Was genau umfasst Ihr Angebot für die Unternehmen, wie gehen Sie bei Ihrer Arbeit vor?

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Ein Gespräch mit Andreas Oehme, Geschäftsführer des Westdeutschen Handwerkskammertags

„Entscheidend ist nicht, was ich nicht kann, sondern was ich kann“

(Heft 4/2020)
G.I.B.: Herr Oehme, vor wenigen Jahren lautete die Überschrift eines Artikels zum Thema „Arbeitsmarkt für behinderte Menschen“ in der Deutschen Handwerks-Zeitung: „Inklusion: Viele Firmen drücken sich“. Ist das immer noch so?

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Arbeiten auf dem Großmarkt mit ADHS

Auf die richtige Perspektive kommt es an

(Heft 4/2020)
Seit seiner Kindheit lebt der 23-jährige Halilcan Aldirmaz mit ADHS – auch bekannt als Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung. Mit Unterstützung der ProjektRouter gGmbH absolvierte er eine betriebliche Qualifizierung bei der Früchte Heep GmbH auf dem Kölner Großmarkt am Bonntor.

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Die Gemeinnützigen Werkstätten Köln betreuen 265 Menschen mit Beeinträchtigung auf ausgelagerten Arbeitsplätzen bei Unternehmen

Betriebsintegrierte Arbeitsplätze als Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt

(Heft 4/2020)
Die GWK – Gemeinnützige Werkstätten Köln GmbH – ist schon seit 1969 Träger von Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung, Wohnhäusern und ambulanter Wohnunterstützung in und um Köln. Unter den insgesamt rund 1.600 Menschen, die bei den GWK arbeiten, sind 265 auf betriebsintegrierten Arbeitsplätzen (BiAP) beschäftigt. Im Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses können sie bei einem Arbeitgeber des allgemeinen Arbeitsmarktes ihre berufs­praktischen Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen erweitern und haben so bessere Chancen, den Übergang von der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis auf dem ersten Arbeitsmarkt zu schaffen.

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Interview mit Michael Wedershoven, Leiter des LWL-Inklusionsamts Arbeit des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL)

Wege in den allgemeinen Arbeitsmarkt aufzeigen

(Heft 4/2020)
G.I.B.: Was sind Ihrer Meinung nach die bedeutendsten Entwicklungen seit der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) im Jahr 2006 auf dem Gebiet der Teilhabe an Arbeit?

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Jobcenter Dortmund arbeitet mit spezieller Arbeitgeberberatung für Vermittlung von Rehabilitanden und Schwerbehinderten

Von der Akquise von Unternehmen bis zur „leidensgerechten“ Vermittlung

(Heft 4/2020)
Das Jobcenter Dortmund, eines der großen Jobcenter in Nordrhein-Westfalen, hat schon 2008 eine spezielle Arbeitsgruppe eingerichtet, die Unternehmen, die Menschen mit Behinderung sozialversicherungspflichtig einstellen möchten, berät und unterstützt – also quasi ein eigener Arbeitgeberservice nur für die besondere Zielgruppe. Ein Modell, das bei der Integration von Menschen mit Behinderung in Arbeit einige Vorteile bietet.

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Jugend und Beruf [mehr]

Neue Zusatzqualifikation „Digitale Fertigungsprozesse“ für Auszubildende

Im Juni 2016 startete die Nachwuchsstiftung Maschinenbau in Ostwestfalen Lippe das Pilotprojekt „Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse“. Es wurde über das Bundesprogramm „JOBSTARTER plus“ für drei Jahre mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Seit 2019 wird es im Rahmen von „NRWgoes.digital“, einer landesweiten Qualifizierungsoffensive zur Digitalisierung der dualen Ausbildung im Maschinen- und Anlagenbau, fortgeführt und auf ganz Nordrhein-Westfalen ausgeweitet. Die Zusatzqualifikation hat einen Umfang von 200 Stunden und dient dazu, Auszubildende in den Metall- und Elektroberufen parallel zu ihrer dualen Ausbildung an wichtige Themen von Industrie 4.0 heranzuführen und sie auf die zukünftigen Herausforderungen in der Branche vorzubereiten.
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Wege in Arbeit [mehr]

Walk and Talk statt Bürotermin

Als Mitte März dieses Jahres der Betrieb in vielen Wirtschaftsbranchen und öffentlichen Einrichtungen aufgrund der Corona-Pandemie heruntergefahren werden musste, waren auch die Jobcenter und Agenturen für Arbeit betroffen. Persönliche Gespräche mit Leistungsbeziehenden, Antragstellenden und auch Beratungsgespräche und Informationsveranstaltungen zum Beispiel mit Schülerinnen und Schülern waren auf einen Schlag nicht mehr möglich. Alle Einrichtungen wurden für die Öffentlichkeit geschlossen, Vermittlungen in Arbeit in vielen Branchen unmöglich. Zahlreiche Sonderregelungen traten in Kraft, damit die Arbeitsverwaltungen ihre Aufgaben trotzdem wahrnehmen und Leistungsbeziehende ihre Rechte in Anspruch nehmen konnten. Nur mit großer Vorsicht und zahlreichen Sicherheitsvorkehrungen wird der persönliche Kontakt seit dem Sommer in einigen Jobcentern und Arbeitsagenturen wieder ermöglicht. Weiterhin ist an den üblichen Regelbetrieb aber immer noch nicht zu denken.
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Arbeitsgestaltung und Fachkräftesicherung [mehr]

Potentialberatung als verlässlicher Wegbegleiter von Unternehmen

Firmen stehen vor sehr unterschiedlichen Zukunftsaufgaben. Auf den Entwicklungsfeldern Arbeitsorganisation und Digitalisierung nimmt ein ostwestfälischer Verband, der Menschen mit der Diagnose Autismus Förderung und unterschiedliche Formen der Assistenz anbietet, wiederholt externe Beratung in Anspruch. Die Möglichkeit dazu bietet das Förderinstrument Potentialberatung NRW.
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Themenübergreifend [mehr]

Endspurt in einem komplexen Prozess

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist das wichtigste Instrument der Europäischen Union zur Förderung der Beschäftigung und sozialer Integration in Europa. Er optimiert den Zugang zu besseren Arbeitsplätzen, bietet Qualifizierung, fördert die Inklusion und unterstützt die Bekämpfung von Armut, soziale Integration. Für die jeweils siebenjährigen Förderperioden entwickelt jeder Mitgliedstaat ein Operationelles Programm (OP), das von der EU-Kommission genehmigt werden muss. Neben dem OP des Bundes gibt es Operationelle Programme der Bundesländer, so auch in Nordrhein-Westfalen. Verantwortlich für den Prozess der Entwicklung sowie für die wirksame, wirtschaftliche und ordnungsgemäße Verwaltung und Durchführung des OP NRW ist die beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen angesiedelte ESF-Verwaltungsbehörde. Sie koordiniert zudem die aus dem ESF mitfinanzierten Arbeitsmarktprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen und trägt die Verantwortung für deren Gesamtsteuerung. Im Gespräch mit der G.I.B. berichtet Daniel Jansen, Leiter der ESF-Verwaltungsbehörde, über Entwicklung und Stand des neuen Operationellen Programms Nordrhein-Westfalen für die kommende ESF-Förderperiode 2021 – 2027.
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Armutsbekämpfung und Sozialplanung [mehr]

Strategische Sozialplanung und passgenaue Projekte

Das Team Armutsbekämpfung und Sozialplanung der G.I.B. unterstützt die Kommunen in Nordrhein-Westfalen bei der kleinräumigen Sozialberichterstattung und der Entwicklung ressort- und institutionsübergreifender Arbeitsstrukturen, die geeignet sind, komplexe Herausforderungen in den Sozialräumen zu bearbeiten. Zugleich begleiten die Beraterinnen und Berater des Teams Projekte und Träger im Rahmen des Landesprogramms „Zusammen im Quartier (ZiQ)“ bei der Umsetzung ihrer Vorhaben.
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