Aufgaben der Beauftragten für Chancengleichheit in den Jobcentern Wuppertal und Gelsenkirchen

Arbeitsmarktchancen für Alleinerziehende im SGB II

(Heft 1/2017)
Alleinerziehende sind zu einem hohen Anteil und meist über mehrere Jahre lang im SGB II-Leistungsbezug, bundesweit und auch in NRW. Die Hilfequoten der Alleinerziehenden-Bedarfsgemeinschaften sind in den letzten sieben Jahren hierzulande nur um 1,4 Prozentpunkte zurückgegangen und liegen bei 45,7 %. Nach dem Auslaufen der beiden großen Bundesprogramme für Alleinerziehende, 2012 und 2013, herrschte Funkstille zum Thema. Armutsberichte konstatieren steigende Armutsgefährdung von Alleinerziehenden und ihren Kindern. Vor Ort in NRW sind allerdings viele Jobcenter und auch unterschiedliche ESF-geförderte Projekte aktiv für die Zielgruppe. Ein Lohnhallengespräch der G.I.B. hat das Thema „Arbeitsmarktchancen für Alleinerziehende“ im Januar 2017 aufgegriffen. Vor diesem Hintergrund führte die G.I.B. mit den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) Monika Maas aus dem Jobcenter Wuppertal und Irene Pawellek aus dem Jobcenter Gelsenkirchen ein Interview.

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Interview mit Dr. Torsten Lietzmann vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)

Erwerbstätigkeit und Kinderbetreuung – welche Arbeitsmarktchancen haben Alleinerziehende?

(Heft 1/2017)
G.I.B.: Herr Dr. Lietzmann, mit welchen spezifischen Fragestellungen untersucht das IAB die Gruppe der Alleinerziehenden? Dr. Torsten Lietzmann: Alleinerziehende nehmen in besonders hohem Maße und überdurchschnittlich lange Sozialleistungen in Anspruch. Im Rahmen unserer Forschung suchen wir nach den Gründen dafür. Liegt es an bestimmten gesellschaftlichen Strukturen, an der Motivation der Personen, an regionalen Arbeitsmarktressourcen? Auch der Vergleich mit anderen Müttern ist aufschlussreich. An welchen Stellen stehen Alleinerziehende schlechter oder vielleicht sogar besser da? Und woran liegt es, dass sie länger auf die Leistungen angewiesen sind?

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Interview mit Sarah Lillemeier, Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen

„Frauenberufe werden schlechter bezahlt, weil Frauen sie ausüben“

(Heft 1/2017)
21 % verdienen Frauen hierzulande durchschnittlich pro Jahr weniger als Männer. Mit dem Equal Pay Day und zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen wird darüber seit zehn Jahren informiert. Im Januar 2017 hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen beschlossen. Die Frage nach den Ursachen des geschlechtsspezifischen Lohngefälles hängt u. a. mit traditionell gewachsener Geringbewertung von frauendominierten Berufen zusammen.

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Heft 3/2011 25 Jahre G.I.B.
Heft 3/2010 Europa 2020