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Verständlich machen, verstanden fühlen

Interkulturelle Kompetenz

(Heft 1/2016)
Weltweite Finanz- und Warenmärkte, Medienstrukturen, Migration und Flucht haben zu einer exponentiellen Zunahme kultureller Austauschprozesse geführt. Die Vorstellung von abgrenzbaren starren Kulturkreisen, die sich über geo­grafische Koordinaten, homogene ethnische Gruppen und eine gemeinsame Leitkultur definieren, hat sich unter den Bedingungen der Globalisierung als Fiktion erwiesen.

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Interview mit Prof. Dr. Christoph Barmeyer, Universität Passau

Interkulturelle Kompetenz ist die Fähigkeit, soziale Interaktionen unabhängig von einer Machtasymmetrie zu gestalten

(Heft 1/2016)
Professor Dr. Christoph Barmeyer ist nach einer achtjährigen Tätigkeit als Hochschullehrer in Straßburg seit 2008 Inhaber des Lehrstuhls für Interkulturelle Kommunikation an der Universität Passau. Von 2009 bis 2013 leitete er dort das Zentrum für Schlüsselkompetenzen. Er hat Lehrerfahrung an zahlreichen Hochschulen, vor allem in Frankreich, aber auch in China, Brasilien, den USA und der Türkei, wo er an der Türkisch-Deutschen Universität in Istanbul an einem Master zum Interkulturellen Management beteiligt ist. Derzeit forscht er zur konstruktiven Gestaltung von Interkulturalität in Organisationen. Zu seinen Publikationen gehören „Taschenlexikon Interkulturalität“ (2012) oder „Interkulturelle Personal- und Organisationsentwicklung“ (2010). Ebenso begleitet er Fach- und Führungskräfte als interkultureller Berater in deutschen und französischen Unternehmen. Er versteht sich als interkultureller Brückenbauer und Innovator.

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Interview mit Dr. Mohammad Heidari, Pro Dialog Köln

„Die Hälfte aller interkulturellen Konflikte beruhen auf Missverständnissen und falschen Annahmen!“

(Heft 1/2016)
Dr. Mohammad Heidari, gebürtiger Iraner mit deutscher Staatsbürgerschaft, ist Islam- und Medienwissenschaftler und Gründer der interkulturellen Bildungsinitiative Pro Dialog Köln. Er hat das WAIK® Konzept für interkulturelle Bildungs- und Beratungsarbeit im Migrationskontext maßgeblich mitentwickelt. Seit 1995 bietet er interkulturelle Seminare und Trainings in den Bereichen Kommunikation, Konfliktmanagement und Intercultural Mainstreaming (ICM) für Behörden, Firmen, Schulen, Ausbildungsstätten, Vereine und Verbände an. Wir sprachen mit ihm über kulturelle Unterschiede, Konflikte und Lösungsstrategien.

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G.I.B. bietet Trainings für Jobcenter an

Interkulturelle Kompetenzentwicklung und interkulturelle Öffnung

(Heft 1/2016)
Der Arbeitsmarkt ist der zentrale Integrationsmotor für Menschen, die als Migranten und Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Eine besondere Rolle spielen Jobcenter mit ihren Beratungs­angeboten. Eine gute Beratung basiert auf gelungener Kommunikation, d. h. darauf, sich verständlich zu machen und sich verstanden zu fühlen. Das ist nicht selbstverständlich bei religiösen Diversitäten, sprachlichen Schwierigkeiten, Wissensnachteilen über das deutsche Rechtssystem oder bei größeren Diskriminierungserfahrungen und Traumatisierungen.

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Interview mit Sonja Kuch, Global Diversity und Inclusion Managerin bei der Henkel AG & Co. KGaA in Düsseldorf

Diversity & Inclusion: Bestandteil der Unternehmensstrategie und entscheidender Wettbewerbsfaktor

(Heft 1/2016)
Sonja Kuch ist seit 1996 bei Henkel in Düsseldorf beschäftigt, wo sie seitdem in unterschiedlichen Funktionen und Unternehmensbereichen im Internationalen Marketing und der Internationalen Marktforschung tätig war. Sonja Kuch hat European Business Studies mit Schwerpunkt Marketing und Unternehmensmanagement in Osnabrück studiert mit Auslandssemestern in England und in den USA. Davor war sie vier Jahre im diplomatischen Dienst beim Auswärtigen Amt. Seit 2012 verantwortet Sonja Kuch im Globalen Diversity & Inclusion Team den Bereich Kommunikation und strategische Schwerpunktthemen wie Work-Life-Flexibility.

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Die NRW-Landesinitiative für eine interkulturelle Öffnung der Landesverwaltung

Vielfalt verbindet

(Heft 1/2016)
Seit Dezember 2010 engagiert sich die Landesinitiative „Vielfalt verbindet“ für die interkulturelle Öffnung der Landesverwaltung in Nordrhein-Westfalen. Viele der Maßnahmen des Gesamtkonzepts von „Mehr Migrantinnen und Migranten in den öffentlichen Dienst – interkulturelle Öffnung der Landesverwaltung“, so der vollständige Titel der Landesinitiative, sind mittlerweile umgesetzt, einiges ist fortlaufend, zum Beispiel die Einbindung von Partnern außerhalb der behördlichen Strukturen. In den folgenden Beiträgen werfen wir einen Blick auf den aktuellen Stand der Landesinitiative und stellen in diesem und im nächsten G.I.B.-Info vier Partner der von der Landesregierung ins Leben gerufenen Initiative vor. Dazu gehören die Rheinbahn, die sich schon seit 2002 konsequent auf allen Ebenen interkulturell ausgerichtet hat, die Städtekooperation „Integration.Interkommunal“, der mittlerweile neun große Ruhrgebietsstädte angehören, die gemeinsam an der interkulturellen Öffnung ihrer Verwaltungen arbeiten (G.I.B.-Info 1_2016), der Westdeutsche Rundfunk, der als der Vorreiter für interkulturelle Öffnung in der gesamten Medienlandschaft gilt, und der Landessportbund, der unter anderem mit seinem Grundsatzpapier „Vielfalt im Sport gestalten – zu neuer Einheit wachsen“ deutlich macht, dass Sport ein Integrationsmotor erster Güte ist (G.I.B.-Info 2_2016).

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Die Rheinbahn AG setzt auf ein interkulturelles Konzept

Mit Vielfalt fährt man gut

(Heft 1/2016)
Für eines der größten Verkehrsunternehmen im Bundesgebiet, die Rheinbahn AG mit Sitz in Düsseldorf, sind kulturelle Vielfalt in den eigenen Reihen und interkulturelle Kompetenz im Umgang untereinander und mit den Kunden seit Jahren selbstverständlich. Dabei verlief die Entwicklung dahin ganz anders, als man es üblicherweise erwartet.

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Ruhrgebietskommunen arbeiten bei der interkulturellen Öffnung der Verwaltungen zusammen

Durchgehend geöffnet

(Heft 1/2016)
Als sich im Jahr 2008 sechs große Ruhrgebietsstädte1 zu der auf zehn Monate angelegten Initiative „Integration.Interkommunal“ zusammentaten, war dies nur der Auftakt für eine längerfristige Zusammenarbeit. Als Ziel setzte man sich, Wege der dauerhaften interkommunalen Zusammenarbeit zur Bewältigung vergleichbarer Entwicklungen in der Integrationsarbeit zu erproben. Seitdem sind acht Jahre vergangen, die Städtekooperation ist inzwischen um drei Mitgliedskommunen gewachsen und hat in dieser Zeit zahlreiche Handlungsinitiativen umgesetzt. Seit Juli 2013 ist sie Partnerin der Landesinitiative „Mehr Migrantinnen und Migranten in den öffentlichen Dienst – Interkulturelle Öffnung der Verwaltung“.

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Das Freiburger Patenschaftsprojekt verbindet Kinder aus Migrantenfamilien und Studierende

SALAM – Ältere begleiten Jüngere

(Heft 1/2016)
Dr. Hildegard Wenzler-Cremer, ist Diplom Psychologin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Freiburg in der Abteilung Sozialpsychologie. Sie ist Koordinatorin des Projekts SALAM. Sie hat langjährige praktische Berufserfahrung im Schulsystem als Realschullehrerin und Schulpsychologin erworben. In einem mehrjährigen Auslandsaufenthalt in Indonesien arbeitete sie als Referentin beim Institute of Social Research and Development in Jakarta und erstellte gruppendynamisches Trainingsmaterial für indonesische Entwicklungshelfer. Sie hat außerdem ein Diplom in Themenzentrierter Interaktion und eine Ausbildung in wissenschaftlicher Gesprächspsychotherapie. Sie ist Mitglied der International Association of Cross Cultural Psychology und hält regelmäßig Vorträge und Seminare in den Themenbereichen Interkulturelle Kommunikation und Kooperation und Gruppenprozesse.

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Jugend und Beruf[mehr]

Junge Flüchtlinge integrieren: Pragmatische Konzepte für Internationale Förderklassen

Internationale Förderklassen an Berufskollegs sollen jugendlichen Migrantinnen und Migranten, die erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sind, darunter viele Flüchtlinge und Asylsuchende, den Zugang zum Regelsystem von Schule und Beruf ermöglichen. Am Eduard-Spranger-Berufskolleg in Gelsenkirchen gibt es im 1. Halbjahr des Schuljahrs 2015/16 zwei Internationale Förderklassen. Alle hier unterrichteten Jugendlichen hatten zu Beginn keinerlei Deutschkenntnisse, ihre Bildungsbiografien sind so unterschiedlich wie ihre ethnische, nationale und soziale Herkunft. Das Lehrpersonal steht vor gewaltigen Herausforderungen. Ziel ist die Inklusion aller Jugendlichen.
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Wege in Arbeit[mehr]

Nicht lange planen – machen!

Darüber, dass die Integration von Flüchtlingen am besten gelingen kann, wenn man ihnen hilft, möglichst schnell im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, herrscht zurzeit im Allgemeinen Konsens. Integration Points spielen bei dieser Strategie in NRW eine nicht unwesentliche Rolle. Ihre landesweite Einrichtung wurde offiziell am 10. November 2015 beschlossen. Schon zwei Monate zuvor nahm jedoch in Düsseldorf ein Integration Point die Arbeit auf, der allererste in NRW und im gesamten Bundesgebiet. Münster legte Anfang November 2015 nach. Der Integration Point dort ist der erste in einer Optionskommune. Wir haben beide besucht.
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Beschäftigungsfähigkeit[mehr]

„Was denken Sie, wie begehrt unsere jungen Mitarbeiter nach bestandener Prüfung am Markt sind?“

Der Elektroinstallateur- und Kälteanlagenbauermeister Hans Hund ist seit Dezember 2014 Präsident der Handwerkskammer Münster. Der Handwerksunternehmer leitet zusammen mit seinem Sohn Alexan­der in Bocholt einen mittelständischen Handwerksbetrieb für Gebäudetechnik mit rund 60 Beschäftigten. Wir sprachen mit Hans Hund über die Themen „Übergang von der Schule in den Beruf“, „Fachkräftesicherung“, „Aus- und Weiterbildung“, „Faire Arbeit“ und „Arbeit 4.0“.
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Themenübergreifend[mehr]

Wie wirkt arbeitsmarktpolitisches Netzwerkcoaching?

Arbeitsmarktferne Personen weisen häufig komplexe Problemlagen auf, die eine Heranführung an den Arbeitsmarkt und insbesondere die Integration in Ausbildung oder Erwerbstätigkeit erschweren. Um den Unterstützungsbedarfen solcher Zielgruppen gerecht zu werden, ist ein breites Spektrum von arbeitsmarktpolitischen und sozialintegrativen Angeboten bzw. die Vernetzung von Dienstleistungen erforderlich (Diewald/Sattler 2010).1 Zugleich ist bekannt, dass arbeitsmarktferne Zielgruppen häufig in bestimmten Stadtteilen überproportional vertreten sind. Es wird davon ausgegangen, dass eine Aktivierung der Zielgruppe durch Ansprache und Unterstützung in den betreffenden Quartieren besser gelingen kann (Kersting u. a. 2013).2
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