Zur Arbeitsaufnahme entlassen
Hinter ihnen liegt eine verbüßte Haftstrafe, nicht wenige kämpfen mit Alkohol- oder Drogenprobleme, meist haben sie noch keinen festen Wohnsitz und sie suchen eine Arbeit. Die Rede ist von Entlassenen aus einer Justizvollzugsanstalt. Jetzt soll „INA – Integrationsplanung, Netzwerkbildung, Arbeitsmarktintegration“, ein vom Arbeitsministerium und vom Justizministerium Nordrhein-Westfalens und ESF-kofinanziertes innovatives Modellprojekt, ein erweitertes Übergangsmanagement für Strafgefangene entwickeln und erproben, das ihnen den Weg aus der Haft in eine Beschäftigung weist und so das Rückfallrisiko senkt. Zwei Merkmale machen das Projekt einmalig in der deutschen Präventionspolitik zur Integration ehemaliger Strafgefangener: Das arbeitsmarktorientierte Fallmanagement, das unmittelbar mit der Aufnahme der Gefangenen in den Vollzug beginnt, sowie die Verknüpfung vollzugsinterner Maßnahmen mit außervollzuglichen Reintegrationshilfen.
→ Artikel anzeigen (Heft 2/2010)